Sabalenka erstickt coco-hype in miami und schreibt geschichte

Aryna Sabalenka hat Coco Gauffs Traum von der Heimkrönung mit kalter Präzision zerstört. Die Weißrussin verteidigte beim WTA-1000-Turnier in Miami ihren Titel mit 6:2, 4:6, 6:3 und schraubte ihre Saisonbilanz auf 24:1.

Die Zuschauer im Hard-Rock-Stadium wollten ein amerikanisches Märchen, doch Sabalenka lieferte ein Lehrstück in Macht. Im ersten Satt jagte sie 14 Winners über das Netz, während Gauff wie gelähnt wirkte. Die 20.000 Fans verstummten, als die Weltranglistenerste beim Stand von 4:1 im dritten Satz den entscheidenden Break landete.

Die zahl, die gauff nächtst wird: 5 von 17

So mau verwertete die US-Amerikaner ihre Breakchancen. Bei 30:40 im zweiten Durchgang schlug sie zwei Vorhand-Longlines hintereinander ins Aus – ein Bild für ihre Verzweiflung. Sabalenka dagegen traf bei ihren Breakbällen vier von fünf Mal. Das ist kein Zufall, sondern Klassenunterschied.

Mit dem Triumph kassiert Sabalenka 1,15 Millionen Dollar Preisgeld und 1.000 Rankingpunkte. Sie baut ihre Führung auf Iga Świątek auf nun 2.740 Punkte aus – ein Abgrund. Für Gauff bleibt die Erkenntnis, dass Power allein gegen die Weißrussin nicht reicht. Ihre Serve-and-Volley-Versuche im dritten Satz endeten meist mit einem Passierball ins Kreuz.

Miami bleibt sabalenkas festung

Miami bleibt sabalenkas festung

Zwei Turniere in Florida, zwei Titel. Nach Indian Wells gewann sie auch in Miami – das gelang zuletzt Serena Williams 2015. Die 27-Jährige hat in diesem Jahr bereits drei der vier größten Events geholt. Die Frage ist nicht mehr, ob sie die Saison dominiert, sondern wie lange noch jemand ihre Vorhand mit mehr als 140 km/h stoppen kann.

Gauff wird wieder kommen, das sicherte sie sich selbst mit dem Fight im zweiten Satz. Aber heute Nacht gehört Sabalenka. Und die feierte nicht mit überschwänglichem Jubel, sondern mit einem knappen Nicken: Business as usual.