Aprilia feiert historischen doppelsieg – prosecco und selbstironie im rampenlicht
Mugello erbebte nicht nur von den Motoren der MotoGP-Maschinen, sondern auch von der ausgelassenen Freude im Aprilia-Team. Nach einem überwältigenden Doppelsieg, der die Konkurrenz in den Schatten stellte, herrschte eine Atmosphäre der Erleichterung, des Stolzes und einer gehörigen Portion Selbstironie.
Der triumph nach schwierigen zeiten
Die Gesichter der Verantwortlichen, getränkt in Prosecco und mit einem breiten Grinsen im Gesicht, sprachen Bände. Nach einem enttäuschenden Wochenende in Montmeló, geprägt von Stürzen und einer schwachen Leistung, war dieser Sieg umso süßer. Fabiano Sterlacchini, der aus Ducati und KTM stammende Technische Direktor, ließ die Erleichterung kaum verbergen. „Sagen wir mal, ein bisschen Glück hat auch seinen Preis“, scherzte er, „aber es war entscheidend, nach Barcelona eine Antwort zu geben.“
Die Antwort kam in Form eines historischen Doppelsiegs, der das Aprilia-Team in einen Freudentaumel versetzte. Massimo Rivola, der CEO von Aprilia Racing, ließ sich in die provokante Frage ein, ob ein Sieg in Mugello, dem traditionellen Ducati-Terrain, etwas Besonderes sei. Seine Antwort kam prompt und mit einem Augenzwinkern: „Klar, das ist etwas Besonderes!“
Die Toskanische Glückseligkeit Rivola schilderte die besondere Atmosphäre der vergangenen Woche, in der das Team in Pontedera, der Heimat von Piaggio und der Vespa, mit den Zuschauern gefeiert hatte. „Von dort direkt auf das Podium – das ist unbeschreiblich“, gestand er.

Technische details und der vergleich mit sinner
Sterlacchini betonte die Bedeutung des Sieges aus technischer Sicht. „Mugello ist nicht gerade eine unserer stärksten Strecken“, erklärte er, „aber nach all der Vorarbeit, dem Erreichen der Geschwindigkeits- und Streckenrekorde, ist dies eine wichtige Bestätigung unserer Arbeit.“ Er wies auf die kontinuierliche Verbesserung des Teams hin, von der Analyse des Fahrer-Stils bis zur Feinabstimmung der Elektronik. „Jede tausendstel Sekunde zählt, und unsere Philosophie ist es, immer weiter zu suchen.“
Rivola zog einen Vergleich zwischen Marco Bezzecchi und dem italienischen Tennisstar Jannik Sinner. „Was mir an Marco am meisten gefällt, ist seine Fähigkeit, unter Druck sein Bestes zu geben – fast wie Sinner. Je höher die Erwartungen, desto besser performt er.“
Die Herausforderung Márquez Trotz der Euphorie blieb das Team besonnen. Rivola betonte, dass die Rückkehr von Marc Márquez in Topform ein wichtiger Ansporn sei. „Wir freuen uns darauf, gegen ihn anzutreten und zu versuchen, ihn zu schlagen – er ist der stärkste Fahrer.“ Er relativierte den Vorfall in Indonesien, bei dem Bezzecchi in einen Unfall mit Márquez verwickelt war, mit den Worten: „Letztes Jahr war ‚Bez‘ einfach zu schnell und hat den Abstand nicht richtig eingeschätzt. Das kann passieren.“
Mit einem selbstbewussten Blick in die Zukunft bemerkte Rivola:
