Antonelli unter druck? montoya warnt vor zu früher meisterschaftsfreude
Andrea Kimi Antonelli, der Shootingstar der Formel 1, scheint mit zwei Siegen in den ersten drei Rennen den WM-Titel in greifbarer Nähe zu haben. Doch Ex-Pilot Juan Pablo Montoya mahnt zur Vorsicht und sieht eine potenzielle Schwäche in der jungen Energie des Italieners. Er warnt: Der Druck, um die Weltmeisterschaft zu fahren, könnte Antonelli zu schnell überwältigen.
Der frühe erfolg trügt
Montoya, der selbst zwischen 2001 und 2006 in der Königsklasse fuhr und sieben Rennsiege errang, analysierte Antonellis bisherige Leistungen für Casinostugan. Er glaubt, dass Antonelli, obwohl er in China Glück hatte, insgesamt eine beeindruckende Leistung gezeigt hat. Besonders in Japan, so Montoya, hätte Antonelli auch ohne Safety Car gewonnen. “Ich glaube nicht, dass Antonelli Weltmeister wird”, so der Kolumbianer.
Die Erfahrung des ehemaligen Williams- und McLaren-Piloten zeigt: Es ist einfacher, der Jäger zu sein, als gejagt zu werden. Ein Fahrer, der zum Maßstab wird und dann geschlagen wird, kann ins Wanken geraten und Fehler machen. “Es ist viel leichter, der Jäger zu sein, als die Beute”, betont Montoya.

Technische anpassungen allein reichen nicht
Obwohl die Mercedes offenbar an der Hinterradaufhängung feintuned hat – ein Update, das offensichtlich Antonellis Fahrstil entgegenkommt – glaubt Montoya nicht, dass technische Lösungen das Problem lösen können. “Mercedes versucht, auf jede seiner Wünsche einzugehen? Das ist kaum möglich”, so der frühere Rennfahrer.
Ein Detail, das Montoya besonders auffällt, ist Antonellis Umgang mit den Reifen. Während George Russell Schwierigkeiten mit härteren Mischungen hat, scheint Antonelli damit deutlich besser zurechtzukommen. Die Mercedes wird für ihn, so Montoya, immer komplexer zu fahren, je weicher die Reifen sind. Dies deutet auf eine Anpassung der Technik an den jungen Fahrer hin.
Die balance zwischen glück und können
Die Frage bleibt, ob Antonelli tatsächlich so stark ist, wie seine Ergebnisse vermuten lassen, oder ob ihm auch Glück beschert war. Montoya räumt ein, dass Antonelli in China “sehr viel Glück” hatte, betont aber gleichzeitig, dass er auch “sehr gute Arbeit” geleistet hat. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Antonelli den Druck einer Weltmeisterschaft fahren kann und ob Mercedes in der Lage ist, ihn optimal zu unterstützen.
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