Antonelli unter druck? montoya warnt vor dem wm-zieldruck

Die Formel 1-Saison2026 hat eine Überraschung beschert: Andrea Kimi Antonelli, gerade mal 19 Jahre alt, führt die Weltmeisterschaft an und feierte bereits zwei Siege in den ersten drei Rennen. Doch nicht jeder ist von den Leistungen des jungen Italieners überzeugt. Juan Pablo Montoya, der ehemalige Williams- und McLaren-Pilot, äußert deutliche Zweifel und warnt vor den psychologischen Belastungen, die auf den jungen Antonelli zukommen könnten.

Der frühe erfolg birgt gefahren

Der frühe erfolg birgt gefahren

Montoya, der selbst zwischen 2001 und 2006 in der Formel 1 sieben Rennen gewinnen konnte, sieht in Antonellis Emotionen ein potenzielles Problem. Er glaubt, dass der Druck, den ein Weltmeisterkandidat verspürt, den jungen Fahrer überfordern könnte. „Ich glaube nicht, dass Antonelli Weltmeister wird“, so Montoya gegenüber Casinostugan. „Sobald er wirklich erkennt, dass er um die Weltmeisterschaft kämpft, könnte er unter dem Druck leiden. Er ist sehr jung und hat noch nie eine solche Situation erlebt.“

Der Kolumbianer verweist auf den Unterschied zwischen Jäger und Gejagtem. „Es ist viel einfacher, der Jäger zu sein, als die Beute. Wenn ein Fahrer zum Maßstab wird und dann geschlagen wird, kann er zusammenbrechen und Fehler machen.“ Ein technischer Kniff könnte die Mercedes-Strategie unterstützen, so Montoya. Gerüchte über eine neue Aufhängung im Heckbereich des Wagens deuten darauf hin, dass das Team sich möglicherweise an Antonellis Fahrstil anpassen könnte.

Doch der junge Antonelli scheint derzeit unaufhaltsam zu sein. Montoya räumt ein: „In China hatte Kimi Glück, aber er hat auch gute Arbeit geleistet. In Japan hätte er das Rennen mit oder ohne Safety Car gewonnen.“ Besonders auffällig sei, dass Antonelli mit härteren Reifen deutlich schneller sei als sein Teamkollege George Russell. „Mit weichen Reifen ist das Auto einfacher zu fahren, aber sobald Antonelli auf härtere Reifen umsteigt, wird das Fahrzeug komplizierter. Genau dort hat George Schwierigkeiten.“

Die Frage bleibt, ob Mercedes tatsächlich die Anpassung des Wagens an Antonellis Bedürfnisse vorantreibt. „Man munkelt ja von einer neuen Aufhängung oder einer anderen Konstruktion am Heck“, so Montoya. Ob die Ingenieure tatsächlich versuchen, jeden Wunsch des jungen Fahrers zu erfüllen, bleibt abzuwarten – eine Aufgabe, die angesichts der unterschiedlichen Anforderungen aller Piloten in der Formel 1 ohnehin unmöglich ist.

Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Antonelli den Druck einer Weltmeisterschaftskampagne stemmen kann oder ob Montoyas Vorhersagen eintreffen werden. Eines ist jedoch sicher: Die Saison 2026 verspricht weiterhin spannende Überraschungen.