Antonelli unter druck: miami offenbart schwächen im weltmeisterrennen
Ein Paukenschlag in Miami: Andrea Kimi Antonelli, der Shootingstar der Formel 1, musste im Sprintrennen eine bittere Niederlage einstecken. Nach den Erfolgen in China und Japan scheinen nun Zweifel aufzusteigen – Zweifel, die seine Ambitionen im Kampf um den Weltmeistertitel ernsthaft gefährden könnten.

Die ausgangslage: ein knapper vorsprung und neue herausforderungen
Der junge Italiener führt zwar mit sieben Punkten vor seinem Teamkollegen George Russell die Wertung an, doch Charles Leclerc lauert auf dem dritten Platz nur 20 Punkte hinter ihm. Das Rennen in Miami offenbarte jedoch deutliche Schwächen, insbesondere bei den Startmanövern. Ein sechster Platz im Sprintrennen ist für einen Titelanwärter zu wenig, gerade nachdem Mercedes seine Dominanz der ersten drei Rennen eingebüßt hat.
Was niemand so recht sehen wollte: Antonelli hat nicht nur die Konkurrenz, sondern auch sich selbst zu beweisen. Die Starts waren bereits in Australien ein Problem, wo die Ferrari förmlich aus dem Nichts auftauchten. Auch in Japan profitierte er lediglich von einem Safety-Car-Einsatz, um seine Position zu halten. In Miami wiederholte sich das Missgeschick. Er startete zwar von Platz zwei, konnte aber nicht mit den Führenden mithalten. „Der Start hat mir das Vertrauen geraubt, und ich habe angefangen, sehr schlecht zu fahren“, gestand Antonelli nach dem Rennen.
Pedro de la Rosa, ehemaliger Formel-1-Pilot und Experte bei DAZN, analysierte das Problem: „Es ist eine Mischung aus einem sehr langen ersten Gang und einem Turbo, der nicht sofort hochdreht.“ Die Konsequenz: Antonelli sah sich im Qualifying und Sprintrennen mit einem regelrechten Verkehrschaos konfrontiert und musste sich in der ersten Kurve vehement verteidigen. Sogar Russell versuchte, an ihm vorbeizuziehen, obwohl er letztendlich hinter ihm blieb. Aber auch das war nicht alles. Antonelli überschritt wiederholt die Streckenbegrenzungen, was ihm eine Strafe einbrachte und ihn schließlich auf den sechsten Platz zurückwarf.
Ein Problem, das tief sitzt: Die Startschwierigkeiten sind kein neues Phänomen. Bereits während der fünf Wochen Pause hatte Antonelli eingeräumt, an diesem Punkt arbeiten zu müssen. „Es liegt an der Positionierung der Hände oder der Schaltwippen“, erklärte er. Doch die Probleme kehrten zurück und kosteten ihm in Miami wertvolle Punkte. Leclerc war sich der Schwäche des jungen Italieners bewusst. „Er ist sehr schlecht im Positionsspiel, er bremst zu spät und wir werden uns gegenseitig rammen“, wetterte der Monegasse während des Rennens.
Die Wahrheit ist: Antonelli muss an seinen Starts arbeiten. Es ist keine einmalige Korrektur, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Denn eines ist klar: In der Formel 1 gibt es keine zweiten Chancen. Die Konkurrenz schläft nicht, und jeder Fehler wird gnadenlos bestraft. Antonelli muss seine Schwächen ausmerzen, wenn er seine Titelambitionen ernst nehmen will.
