Antonelli jagt die königsklasse: der 19-jährige mercedes-youngster will in melbourne alles zerstören
Kimi Antonelli hat die Nacht vor dem Training gedacht, dass er zu alt ist. Mit 19. Weil er weinte. Weil er dachte, er schaffe es nicht zwischen Haien. Jetzt steht er auf dem Cover der Sportweek Speciale F1, und sein Name steht im Fahrplan: Saisonstart Melbourne, 16. März, Sonnenaufgang.
„Ich habe nur noch das genommen, was mich wirklich glücklich macht“
Die Kurve kommt früh. Antonelli erzählt, wie er letztes Jahr Energie in Nebenschauplätzen verpulverte, wie er sich mitten in der Saison fragte, ob er überhaupt noch schnell genug sei. Die Antwort lautet: 325 km/h. Mercedes hat ihn vom Formel-3-Baby zum Formel-1-Depp hochgezüchtet, und er hat zurückgebissen. „Rekorde interessieren mich nicht“, sagt er. „Ich will nur fahren und gewinnen.“
Die Zahlen sprechen trotzdem: Acht Fahrer im Grid sind nach 2000 geboren. Antonelli ist das jüngste Gesicht, aber nicht das einzige. Bortoleto, Bearman, Hadjar, Lindblad – sie alle bilden die Generation K, wie die Italiener sie nennen. K wie Kimi. K wie Kampf.

Ferrari wirkt plötzlich verletzlich, und der neue regelkatalog ist eine perfekte sturmfront
Ivan Capelli, ehemaliger F1-Pilot und heute Kommentator, sagt: „Ich habe eine sprudelnde Rossa gesehen, die mit Mercedes um Zehntel kämpft.“ Und er sagt noch etwas: „Antonelli kann um die Weltmeisterschaft fahren.“ Das klingt verrückt, aber das neue Reglement hat die Aerodynamik umgekrempelt, die Reifen verändert, die Strategien verwischt. Es ist das Jahr Null. Selbst der Koch im Hospitality-Zelt könnte theoretisch Siegpunkte holen.
Während die Formel 1 nach Melbourne düst, kocht Mailand bereits vor. Sonntag, 8. März, 20:45 Uhr: Milan gegen Inter. Derby della Madonnina. Aldo Serena, einst bei beiden Klubs, hat seine Traum-Elf aufgestellt. Seine Prognose: „Inter hat zwei von drei Ergebnissen auf seiner Seite, aber ihr Spiel kann den Gegner stärken.“ Die Meisterschaft ist offen bis zur letzten Kurve.

Paralympics 2026 stehen vor der tür, und die mode spricht bereits vom ewigen fangio
Von Freitag bis 6. März laufen die Winter-Paralympics in Mailand und Cortina. Der Präsident des Weltverbandes nennt sie „ein Fest der Vielfalt“. Die Italiener haben dabei die meisten Medaillen im Visier. Gleichzeitig blättert die Sportweek zurück bis 1956: Juan Manuel Fangio gewann damals seinen vierten Titel. Die Modekolumne widmet sich Pierre Gasly, der seinen Monza-Sieg von 2020 noch in der ungewaschenen Overall aufbewahrt. „Er riecht noch nach Champagner“, sagt er. Und nach Sieg.
Der Preis für das Heft: 2,50 Euro, zusammen mit der Gazzetta dello Sport. Darin: Analysen, Noten, Statistiken, ein Interview mit Capelli, ein Poster, ein Kalender, ein Albo d’Oro. Und die Geschichte eines Jungen, der dachte, er wäre zu langsam, und jetzt plötzlich der Schnellste sein könnte.
Antonelli wird in Melbourne nicht nur starten. Er wird angreifen. Und wenn er gewinnt, war das Weinen nur der Anfang.
