Antetokounmpo zurück – bucks stürzen trotzdem weiter ab
Milwaukee – Die Rückkehr des „Greek Freak“ wurde zur Farce. Giannis Antetokounmpo lief erstmals seit fünf Wochen wieder auf, schrubbte sein Double-Double (19 Punkte, 11 Rebounds) und kassierte trotzdem die nächste Demütigung: 81:108 gegen die Boston Celtics, die dritte Klatsche binnen 96 Stunden.
Die celtics schraubten das drama in die höhe
Payton Pritchard trat als Bösewicht auf: 25 Punkte, 7/11 Dreier, ein Karriere-Abend. Jaylen Brown? Fehlte. Jayson Tatum? Nur 18 Punkte, aber die anderen vier Starter kompensierten mit zweistelligen Scores – und das, ohne auch nur in die Zone zu schauen. Boston warf 20 Dreier, Milwaukee antwortete mit 31 Prozent Feldwurfquote. Die Bucks verteidigten wie ein Schweizer Käse, ließen 58 Punkte im Paint und zusätzlich 60 aus der Distanz zu.
Die Zahlen sind ein Tribunal: In den letzten drei Spielen kassierte Milwaukee 355 Gegenpunkte, verlor mit durchschnittlich 27 Zählern. Die Defensive rangiert seit All-Star-Break auf Platz 28 der Liga, die Offensive stirbt an 18,2 Turnovers pro Partie. Doc Rivers wechselt, reicht nichts. Die Bank liefert 23 Punkte – Boston bekommt 56.

Die playoffs rücken aus, der tank steht bereit
Milwaukee ist mit 26:34 Zwölfter im Osten, vier Siege hinter Atlanta auf Platz 10. Das Restprogramm? Noch zweimal Boston, zweimal OKC, einmal Denver. Die Wahrscheinlichkeit, den Play-In noch zu erreichen, liegt laut ESPN bei 17 Prozent. Das Front Office hört bereits Angebote für Brook Lopez und Pat Connaughton. Die Fans skandieren „Fire Horst“, während die Organisation intern über einen Soft-Tank sinniert, um den Pick top-4 zu sichern.
Antetokounmpo stapfte mit schwerer Wade vom Feld, zog die Kapuze tief ins Gesicht. „Wir stinken“, sagte er, „und ich rieche am meisten.“ Das klang nicht nach Selbstmitleid, sondern nach einem Ultimatum. Denn wenn die Saison so endet, wird der griechische Passagier im Sommer ein ultimatives Ziel suchen – und Milwaukee dürfte sich fragen, ob es noch ein Ticket für diese Reise besitzt.
