Anna-lena bergmann bleibt bis 2027: werder bremen sichert sich stabilität in der hintermannschaft
Anna-Lena Bergmann geht kein Risiko ein. Die 29-jährige Linksaußen hat bei Werder Bremen bis Sommer 2027 unterschrieben – und damit ihre Zukunft festgezurrt, be das Transferkarussell in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen Fahrt aufnimmt.
„Ich brauchte keine Wochen überlegen“, sagt Bergmann. „Das Umfeld hier ist einfach richtig.“ Fünf Jahre ist sie schon Teil des Zweitligisten, fünf Jahre, in denen sie sich vom Neuzugang zur Leitfigur gemausert hat. Nun folgt die Verlängerung – und laut Cheftrainerin Renee Verschuren ist das „ein Signal nach außen, dass sich etwas entwickelt“.

Verschuren lobt kampfgeist und vorbildfunktion
Die Niederländerin schwärmt: „Anna-Lena geht voran, gibt nie auf. Ihre Art, sich für das Team zu verausgaben, ist ansteckend.“ In der abgelaufenen Saison absolvierte Bergmann alle 26 Pflichtspiele, erzielte 72 Tore und lag mit 47 % Wurfquote über Liga-Durchschnitt. Zahlen, die Verschuren überzeugten: „Eine Spielerin mit solcher Konstanz findet man nicht im Angebot.“
Für den Klub ist die Verlängerung Teil eines größeren Puzzles. Sportdirektor Jan-Philipp Kretzschmar arbeitet an zwei weiteren Neuzugängen, die „zeitnah“ verkündet werden sollen. Die Marschroute: Tabellenplatz fünf der abgelaufenen Spielzeit zu übertreffen – und möglichst den Aufstiegsreigen mit einzuläuten.
Bergmann selbst blickt gelassen nach vorn. „Wir haben als Kollektiv enorm zugelegt, die jungen Spielerinnen wachsen über sich hinaus“, sagt sie. Und verrät: „Mein Körper fühlt sich an wie vor drei Jahren – warum also nicht weitermachen?“
Die Vertragslaufzeit bis 2027 ist kein Zufall. Genau dann läuft auch die Partnerschaft mit Hauptsponsor BRITA aus – ein Schnittmuster, das Planungssicherheit suggeriert. Werder will sich nicht mehr länger als Aufsteiger verstecken, sondern als ernstzunehmender Kandidat für die erste Division. Mit Anna-Lena Bergmann an Bord hat das Projekt ein Gesicht bekommen – und einen Kampfgeist, der ansteckt.
