Anfang klagt: fortuna-krise eskaliert – vertragsstreit droht!
Düsseldorf – Der Fall Markus Anfang nimmt eine unerwartet dramatische Wendung. Nur wenige Wochen nach seiner Entlassung hat der Ex-Trainer nun Klage gegen Fortuna Düsseldorf eingereicht. Im Zentrum des Rechtsstreits steht eine überraschende Klausel im Vertrag des Coaches, die dem Verein weitreichende Möglichkeiten zur Beendigung des Kontrakts einräumt – und damit die ohnehin angespannte Lage beim abstiegsgebeutelten Verein weiter verschärft.

Ein vertrag, der mehr erlaubte, als gedacht
Die Berichte der „Rheinischen Post“ und der „Bild“ bestätigen sich: Fortuna Düsseldorf konnte Anfang nicht nur freistellen, sondern sogar komplett kündigen. Diese Klausel, die offenbar im Detail nicht ausreichend geprüft wurde, ermöglichte es dem Verein, den Coach gegen eine Abfindung von der Gehaltsliste zu streichen. Die genauen Bedingungen, die für die Auslösung dieser Klausel erforderlich waren, sind bislang unklar. Reichte schon die Erfolglosigkeit als ausschlaggebender Faktor?
Die Situation ist umso brisanter, da der Vertrag von Markus Anfang ohnehin zum Ende Juni automatisch ausgelaufen wäre, da er lediglich für die Zweitklassigkeit unterschrieben hatte. Doch der Schritt zur Klage wirft nun zusätzliche Fragen auf und könnte den finanziellen Druck auf den Verein weiter erhöhen. Die Stadtdirektion Düsseldorf hatte bereits in einem offenen Brief scharfe Kritik an Fortuna geäußert, was die ohnehin schwierige Lage zusätzlich kompliziert.
Die Fortuna selbst hält sich mit Kommentaren zurück und verweist auf das laufende Verfahren. Ob eine außergerichtliche Einigung erzielt werden kann, bleibt abzuwarten. Ein geplanter Gütetermin Anfang Juni wurde bereits abgesagt, da nun ein Schlichtungsverfahren beim DFB angestrebt wird. Die Frage ist: Kann Fortuna Düsseldorf diesen Streit ohne weitere finanzielle Schäden überstehen?
Die Fans sind geschockt. Nach dem Abstieg in die Drittklassigkeit und der Kritik an der sportlichen Führung kommt dieser Rechtsstreit zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Zukunft des Vereins scheint ungewisser denn je.
