Andorra ruft zur inklusion auf: fahrradtour bricht barrieren!

Ein außergewöhnliches Sportereignis steht vor der Tür: Das Team #TressisALAPAR nimmt am 24. Juni an einem 680 Kilometer langen Rennen von Madrid nach Andorra teil. Doch es geht um weit mehr als nur um sportliche Leistung – es geht um Inklusion, Teamgeist und den Abbau von Vorurteilen.

Die vision von miguel silvestre: sport als weg zur gleichberechtigung

Die vision von miguel silvestre: sport als weg zur gleichberechtigung

Hinter dieser inspirierenden Initiative steht Miguel Silvestre, der treibende Geist hinter „Andorra por la Inclusión“. Er glaubt fest daran, dass der Sport eine Plattform für Gleichberechtigung und Inklusion bieten kann. „Es ist mehr als nur ein Radrennen“, erklärt Silvestre. „Es ist eine Erfahrung des Zusammenlebens, in der Menschen mit und ohne geistige Behinderung gemeinsam kämpfen, Kilometer zurücklegen und Ziele erreichen.“

Die Idee entstand 2017 bei der Teilnahme an der Madrid-Lisboa Radtour. Dort wurde das immense Potenzial des Sports für echte Inklusion erkannt. Seither folgten weitere Herausforderungen wie die Pilgrim Race und die Transpyr, die jede Edition mit neuen Erfahrungen und Teilnehmern bereicherten. Aber was hat Silvestre persönlich von der Begegnung mit Menschen mit geistiger Behinderung gelernt?

„Vieles“, antwortet er. „Ich habe gelernt, Klischees zu vermeiden und Menschen mit Behinderung als Individuen mit einzigartigen Stärken und einer unendlichen Güte zu sehen. Sie sind frei von Stress, Neid und Komplexen – eine wertvolle Lektion für uns alle.“

Dieses Jahr führt das Rennen von Madrid nach Andorra, eine besonders anspruchsvolle Strecke über vier Etappen. „Es wird hart, aber genau in diesen Momenten zeigt sich der Teamgeist, der dieses Projekt ausmacht“, so Silvestre.

Obwohl viele die Initiative als wohltätig bezeichnen, weist Silvestre diese Bezeichnung zurück. „Wir sind die Solidarischen“, betont er. „Wir empfangen viel mehr, als wir geben. Die Teilnehmer schenken uns ihre Zeit und Energie.“

Was macht das Team #TressisALAPAR so besonders? „Hier verschwinden die Etiketten“, erklärt Silvestre. „Wir leben zusammen, teilen Schwierigkeiten und feiern Erfolge gemeinsam. Wichtig ist nicht, wer man ist oder woher man kommt, sondern dass man Teil des Teams ist.“

Nach all den Jahren, die Silvestre in dieses Projekt investiert hat, was berührt ihn immer noch am meisten? „Wenn ich nur ein paar Stunden mit ihnen verbringe, glaube ich wieder an das Gute im Menschen. Sie zeigen mir, dass es möglich ist, ohne die typischen menschlichen Schwächen zu leben.“

José Miguel Maté, Geschäftsführer von Tressis, ergänzt: „Dieses Rennen ist mehr als nur das Erreichen der Ziellinie. Wir wollen eine offenere, inklusivere Gesellschaft schaffen, in der Vorurteile keinen Platz haben. Jede Person im Team ist unverzichtbar, und gemeinsam überwinden wir jede Herausforderung.“

Die Stiftung A LA PAR setzt mit Initiativen wie „Andorra por la Inclusión“ auf den Sport als Werkzeug für Inklusion, Sichtbarkeit und soziale Transformation, um die volle Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung in allen Bereichen der Gesellschaft zu fördern.