Anderson räumt ab: 19-jähriger knackt texas-tech-rekord und zielt auf nba
Christian Anderson spielt nicht mehr nur mit, er dominiert. Der 19-jährige Guard wurde nach seiner ersten vollen NCAA-Saison zum Most Improved Player der Big 12 gekürt – und das war erst der Auftakt.
Anderson schreibt geschichte in lubbock
30 Spiele, 19,2 Punkte im Schnitt, 42,7 Prozent von der Dreierlinie. Die Zahlen klingen nach All-Star-Niveau, doch Anderson lieferte noch mehr: 233 Assists in der Regular Season – ein neuer Rekord für die Texas Tech Red Raiders. Er ist damit der erste Spieler der Programm-Geschichte, der in einer Saison sowohl 200 Assists als auch 100 Dreier verbucht. Kein Wunder, dass er sich damit neben Teamkollege JT Toppin ins First-Team All-Conference spielte.
Die Auszeichnung kommt zur richtigen Zeit. Mit dem Big-12-Tournament vor der Tür und dem NCAA-Turnier „March Madness“ in Sichtweite steigt der Druck. Die Red Raiders sind als Nummer zehn der Nation gesetzt, ein 3- oder 4-Seed gilt als wahrscheinlich. Für Anderson wird es zur Bewährungsprobe – nicht nur für Texas Tech, sondern auch für seinen NBA-Traum.

Verletzung wirft schatten – und eröffnet bühne
Die Verletzung von JT Toppin zwingt Anderson in eine führende Rolle. Plötzlich liegt noch mehr Verantwortung auf den Schultern des Youngsters, der bereits Erfahrung im Dress des DBB-Teams sammelte. Scouts schwärmen von seiner Coolness unter Druck, seine Trefferquote von jenseits der Dreierlinie macht ihn zum sicheren Erstrundenkandidaten im kommenden Draft.
Doch vor allem steht jetzt „March Madness“. Ein gutes Turnier kann ihn in die Lottery katapultieren – ein schlechtes, und die Analysten beginnen wieder zu zweifeln. Anderson selbst wirkt unbeeindruckt. „Ich spiele mein Spiel“, sagte er nach der Auszeichnung. „Der Rest ergibt sich.“
Für deutsche Basketball-Fans ist das ein Grund zum Jubeln: Nach den Schröder- und Wagner-Jahren könnte bald der nächste Jungstar in die NBA aufbrechen. Und der kommt nicht aus Berlin oder München – sondern aus dem texanischen Lubbock.
