Amosov fliegt nach teneriffa: so holt madrid den gruppensieg im santiago martín

Am Freitag um 21 Uhr zündet Egor Amosov erneut den Turbo – und zwar mitten im Atlantik. Der 2,03-Meter-Small-Forward führt Real Madrid in die Höhle des Löwen, ins Pabellón Insular Santiago Martín, wo Fundación CB Canarias auf Revanche sinnt. Nach seinem Showdown gegen Barça (25 Punkte, 13 Rebounds, 35 Wertung) ist der Russe der Mann, den Teneriffa stoppen muss, will man nicht schon vor dem Finale der Gruppe A mit leeren Händen dazustehen.

Canarias braucht bordón, nicht nur 24 punkte

Canarias braucht bordón, nicht nur 24 punkte

Dylan Bordón war letzte Woche in Burgos eine One-Man-Armee – 24 Punkte, aber 110 Gegentreffer. Die 110 klingen wie ein Alarm. Trainer Fotis Chatzopoulos muss seine Defense umbauen, sonst wird Amosov mit Izan Almansa im Pick-and-Roll ein ähnliches Picknick feiern wie gegen Barça. Almansa steht nach seinem Double-Double (15+13) vor dem Durchbruch; der 19-Jährende ist Madrids Geheimwaffe gegen kleine Line-ups.

Real reist mit zwei Siegen im Gepäck an. Das 99:61 gegen Manresa war ein Warnschuss, das 76:72 in der Palau Blaugrana ein Statement. Die Königlichen haben die beste Defense der Liga U (78,4 Punkte/Spiel) und den tiefsten Kader. Canarias kassierte dagegen in drei der letzten vier Spiele über 90 Punkte – eine Death-Zone gegen Amosov, der im Übergang mit Ball und ohne Ball gleich gefährlich ist.

Die Rechnung ist einfach: Gewinnt Teneriffa, bleibt die Gruppe offen. Verliert es, schickt Madrid die Inselhausherren vorzeitig in den Play-in-Modus. Das Spiel ist live auf MARCA.com zu sehen – und wer sich auf den Streams verlässt, verpasst vielleicht das nächste Amosov-Masterpiece. Die Uhr tickt, die Kanaren müssen ihre Zone finden, sonst fliegt der Russe wieder davon.