Althaus sagt nein: kein schützenhilfe für nordmazedonien!

Ein klares Signal aus Skopje: Anja Althaus, Teammanagerin der deutschen Handball-Nationalmannschaft, hat eine vermeintliche Geste der Freundschaft von ihrem ehemaligen Arbeitgeber im nordmazedonischen Verband entschieden zurückgewiesen. Es wird keine Zugeständnisse geben – trotz ihrer persönlichen Bindung zum Balkan.

Der wunsch nach einer absprache: eine anfrage, die nicht erwidert wurde

Die Anfrage kam, wie Althaus berichtete, mit einer gewissen Vehemenz. Ex-Kollegen aus Nordmazedonien baten die DHB-Auswahl darum, im EM-Qualifikationsspiel am Mittwoch (18:00 Uhr/Dyn) in Skopje nicht mit zu deutlichem Vorsprung zu gewinnen. Eine Bitte, die Althaus mit einem Lächeln, aber mit Nachdruck, ablehnte. „Ich habe gesagt, danke für die Nachfrage, aber wir machen unser Ding“, so die Teammanagerin.

Althaus’ Verbindung zu Nordmazedonien ist eng. Zwischen 2014 und 2017 spielte sie für den Hauptstadt-Klub Vardar und engagierte sich auch für den dortigen Handballverband. Diese Vergangenheit macht die Ablehnung umso deutlicher. „Es gab viele Anrufe und Bitten, wir sollen nicht so hoch gewinnen. Ich habe aus Freundschaft dankend abgelehnt. Aber so etwas würden wir niemals tun, das war nur ein netter Versuch.“

Die deutsche Mannschaft ist bereits für die Endrunde qualifiziert, aber das ändert nichts an der Ernsthaftigkeit des Spiels. Nordmazedonien benötigt jeden Punkt, um seine Chancen auf ein EM-Ticket zu wahren. Ein Sieg gegen Deutschland könnte den entscheidenden Vorteil bringen, insbesondere im Hinblick auf die Tordifferenz, die bei mehreren punktgleichen Teams eine Rolle spielen könnte.

Bundestrainer Markus Gaugisch sieht in der Partie vor allem eine Chance zur Entwicklung seiner Mannschaft. Er hat einige Debütanten und Rückkehrer in den Kader berufen, um frischen Wind in das Team zu bringen. „Es wird sicherlich Abstimmungsprobleme geben, aber es geht um die Entwicklung“, betonte Gaugisch. Die Spielerinnen müssen sich nun beweisen und zeigen, dass sie bereit sind, die Herausforderung anzunehmen.

Die Begegnungen gegen Nordmazedonien und Belgien werden dabei wichtige Testspiele sein, um die Formel für den Erfolg zu finden und die Stärken der Mannschaft weiter auszubauen. Althaus’ Haltung unterstreicht dabei den professionellen Ansatz des DHB: Freundschaft ist wichtig, aber sportliche Integrität hat Vorrang.

Ein klares bekenntnis zur fairness

Ein klares bekenntnis zur fairness

Die Entscheidung von Anja Althaus ist ein klares Bekenntnis zur sportlichen Fairness und zeigt, dass der Deutsche Handballbund auch im internationalen Kontext seinen Werten verpflichtet bleibt. Ein Signal, das weit über die EM-Qualifikation hinaus Bedeutung hat und das Vertrauen in den deutschen Handball stärkt.