Korpatsch schlägt cristian: hamburgerin jagt top-100-comeback in linz

Tamara Korpatsch hat in Linz Alarm geschlagen. Die 30-jährige Hamburgerin bremste die gesetzte Jaqueline Cristian mit einem 4:6, 6:1, 6:4-Fighter-Erfolg aus und zückt in Österreich ihre nächste Waffe: ein Sprung zurück unter die besten 100 der Welt.

Ein satz alles klar, dann dreht korpatsch auf

Cristian ging mit dem ersten Satz in der Tasche auf Position sicher – und wurde eiskalt erwischt. Korpatsch flog aus der Startlöchern wie eine Rakete, servierte fünf Asse in Serie und nahm der Rumänin den Schneid ab. Was folgte, war ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem die Deutsche ihre Erfahrung ausspielte: kürzere Ballwechsel, schnelles Umschaltspiel, keine Sekunde Zögern.

Die Qualifikation hatte sie bereits hinter sich – mit einem Drei-Satz-Sieg gegen Jule Niemeier. Die ehemalige Wimbledon-Viertelfinalistin steckt weiter im Tief, während Korpatsch ihre Frühform aus Ostrava mitnimmt. Dort hatte sie im Februar erst im Finale das Nachsehen, doch die Punkte ratterten ins Ranking. Nun liegt sie bei Position 109, ein halber Satz vom versprochenen Land entfernt.

Nächste gegnerin: eine ungesetzte, aber keine garantie

Nächste gegnerin: eine ungesetzte, aber keine garantie

In der Runde der letzten Acht wartet eine ungesetzte Spielerin – ein Wort, das in Linz wenig bedeutet. Der Court ist schnell, die Bälle fliegen tief über den Boden, und Korpatsch kennt die Gegebenheiten. „Ich habe nichts zu verlieren“, sagte sie nach dem Match, während ihr Team die Schläger einpackte. Die Botschaft: Sie ist bereit, das Turnier zu überrennen.

Ein Sieg im Achtelfinale dürfte reichen, um die Marke von Platz 100 zu knacken. Die Rechnung ist simpel: 60 Punkte springen heraus, plus die 30 aus der Quali. Das rettet Wintertraining, Flugtickets und Selbstvertrauen für die Rasensaison. Für Korpatsch ist dieses Linz-Wochenende kein Nebenkriegsschauplatz – es ist ihre persönliche Endrunde gegen das Ranking.

Sie spielt Dienstagabend, Center Court, nach den Doppelmatches. Die Uhr tickt, die Punkte warten. Und Tamara Korpatsch hat bereits bewiesen: Wenn sie in Fahrt kommt, gibt es kein Halten mehr.