Allegri zieht vor lazio-spiel die karten: pulisic fit, gimenez fehlt, rabiot-ersatz offen

Milano – Die 29. Serie-A-Runde wird zur Zerreißprobe für Milan-Trainer Max Allegri. Vor dem Gastspiel bei Lazio (morgen, 20.45 Uhr, Olimpico) hat der Coach gestern in der Medienrunde Pulisic, Leao & Co. auf Grün geschaltet – und gleichzeitig eine Lücke offengelassen, die bis zum Anpfiff brennt.

Rabiot-sperre wirft schatten – jashari oder ricci?

Ohne den gesperrten Adrien Rabiot droht dem Mittelfeld die Balance zu kippen. Allegri schob zwei Namen ins Rennen, verkniff sich aber eine klare Ansage: „Jashari oder Ricci – ich entscheide erst morgen. Wichtig ist die kollektive Intensität.“ Die Wortwahl klingt wie ein Seitenhieb auf Fofana, den er vor allem in der Box ausbauen will: „Er muss sich in die Torschützenliste reinkämpfen, das wird kommen.“

Die Personalie Gimenez ist indes erledigt. Der Angreifer reist nicht mit, obwohl er laut Allegri „psychisch auf dem Weg nach oben“ ist. Der Trainer stützt sich auf Leistungsdaten: „Wir haben vier Tore in den letzten drei Trainingseinheiten erzielt – Gimenez war an zwei beteiligt. Dennoch: Moment zählt Frische, nicht Statistik.“

Pulisic und leao: schub nach derby-einsatz

Pulisic und leao: schub nach derby-einsatz

Der US-Boy Pulisic hat den Knöchel-Dämpfer hinter sich. „Seine Beschleunigung aus dem Stand ist wieder da“, schwärmt Allegri und nennt eine Zahl: „95 % der Sprintleistung vom Vorbesitzer.“ Leao profitiert von der Doppelbelastung: „Er lief 58 intensive Sprints im Derby – das ist seine neue Referenz.“ Auch Füllkrug und Nkunku absolvierten gestern die komplette Einheit, Nkunku sogar mit Extra-Abschlusstraining.

Die Lazio-Defensive um Provedel wird sich warm anziehen müssen. Milan erzielte in den letzten fünf Ligaspielen 13 Tore – Durchschnitt 2,6 pro Partie. Allegri will die Serie ausweiten: „Wenn wir in Rom drei Punkte holen, springen wir auf Platz zwei. Das ist unsere klare Marschrichtung.“

Die Rechnung ist simpel: Sieg in Rom plus Patzer der Konkurrenten = Champions-League-Gruppenphase so gut wie sicher. Die Mannschaft hat sich in der Kabine vorgenommen, bis zur 60. Minute das Tempo so hoch zu halten, dass Lazio nicht mehr umschalten kann. Allegri: „Wir fahren nicht nach Rom, um zu verteidigen. Wir fahren hin, um zu dominieren.“

Am Ende bleibt ein Satz hängen, der die Stimmung zusammenfasst: „Wenn wir morgen gewinnen, schreibt die Tabelle Geschichte – nicht die Presse.“ Punkt. Aus. Olimpico-Bühne frei.