Alexander-arnold verspätet sich – und fliegt raus: madrid-derby ohne ihn

Trent Alexander-Arnold schaffte den Traumtransfer, nicht den Stammplatz. Weil der Engländer zu einem Training erschien, wie die spanische Zeitung Marca berichtet, setzte ihn Trainer Álvaro Arbeloa für das Stadtderby gegen Atlético Madrid (3:2) zunächst auf die Bank.

Carvajal nutzt die chance, trent kommt später

Carvajal nutzt die chance, trent kommt später

Statt des 27-Jährigen lief Daniel Carvajal auf. Der Ex-Bayer spielte 63 Minuten lang eine solide Partie, ehe Arbeloa den Wechsel zog. Alexander-Arnold hatte acht Minuten später die entscheidende Vorlage zum 3:2 durch Vinícius Júnior auf dem Fuß – ein Beleg für seine Qualität, aber auch dafür, dass die Konkurrenz im Kader von Real Madrid gnadenlos ist.

Arbeloa ließ durchblicken, dass die Entscheidung taktisch begründet war: „Carvajal hat ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Den Zusammenhang zur angeblichen Verspätung dementierte er, doch im Klub kursiert durchaus die Ansicht, Disziplin gehöre zur DNA von Real Madrid. Wer sie missachtet, muss mit Konsequenzen rechnen – egal, wie groß der Name auf dem Rücken steht.

Für Alexander-Arnold ist das ein Weckruf. Nach Jahren als Automat auf der rechten Liverpool-Seite muss er in Madrid erst wieder Lieferant und Führungsspieler in Personalunion werden. Der Siegtreffer gegen Atlético gibt Auftrieb, die Startelf-Auszeit mahnt zur Einstellung. In der englischen Nationalmannschaft ist ohnehin klar: Wer bei Real Madrid nicht durchgehend spielt, muss um seinen Stammplatz bangen.

Madrid hat keine Geduld mit Stars, die sich verspäten. Die Uhr tickt – und sie tickt laut.