Aleksandar stankovic kehrt nach inter zurück – und wird zum neuen barella
Zwanzig Jahre alt, serbischer Nationalspieler, belgischer Meisterpfeiler – und ab Sommer wieder Inter-Spieler. Aleksandar Stankovic zieht seine Karriere in die Höhe, als hätte Vater Dejan ihm den Ball persönlich auf den Fuß gelegt.
Der Sohn der Legende spielt in Brügge nicht nur jede Partie, er bestimmt sie. Statista notiert 2,3 Schlüsselpässe pro 90 Minuten, 83-prozentige Passgenauigkeit, dazu zwei Tore und vier Assists in 22 Einsätzen. Zahlen, die Barella und Calhanoglu ins Blickfeld rücken – und Inzaghi ins Grübeln.
Warum inter ihn sofort zurückholt
Die Klausel ist fix: 12 Millionen Euro, fällig im Juli. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass der Markt für box-to-box-Talente bei 25 beginnt. Innerhalb der Inter-Führung gilt Stankovic längst als „doppelt brauchbar“: Er kann das Barella-Metier – Pressing, Überschneidungen, zweiter Ball – ebenso erledigen wie die calhanoglu’sche Vertikalität aus der Tiefe. Ein Hybrid, kurz gesagt, und das bei 1,85 m Körpergröße.
Der Vater schaut stolz vom Sofa. Dejan war 20, als er mit Jugoslawien bei der WM 1998 in Frankreich auflief, Aleksandar könnte im selben Alter zur Euro 2024 nach Deutschland reisen – diesmal mit Serbien. „Er ist schneller als ich, aber ich hatte den besseren Schuss“, scherzte der Ex-Weltklassespieler kürzlich in einem Interview der „Sportski žurnal“. Die Fans in Brügge feiern trotzdem bereits „Stankovic 2.0“-Banner.

Belgien als schleusenkammer
Club Brügge hatte ihn 2022 aus Inter-II geliehen, dann fest verpflichtet – mit Rückkaufrecht. Das Problem: Niemand rechnete mit einer derart steilen Kurve. Trainer Scott Parker baute ihn sofort zur festen Größe um, die belgische Liga profitiert von seinem Tempo, Inter von der Leihe. Jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit: Wer zahlt zuerst, darf den 20-Jährigen binden.
Inter hat sich laut Sky Italia bereits mit dem Spieler einig: Fünfjahresvertrag, Gehaltssprung auf 2,5 Millionen netto, plus Leistungsprämien. Die medizinische Abteilung hat die Daten geprüft: Muskelverletzungen? Keine. Belastungswerte? Top. Kurz: Kein Risiko, nur Potenzial.
Und so kehrt der Junge, der einst im Wohnzimmer von San Siro die Tore seines Vaters nachspielte, in genau dieses Stadion zurück – nicht als Miterbe, sondern als eigenständige Waffe. Wenn er im Juli die Kurve an der Via Piccolomini herumzieht, werden einige Fans an Dejan denken. Die meisten aber werden sehen, dass Aleksandar kein Abklatsch ist, sondern die nächste Evolutionsstufe.
Die Inter-Führung will offiziell nichts bestätigen, doch intern spricht man bereits von „Operation Heimkehr“. Und falls Barella oder Calhanoglu mal ausfallen, steht ab sofort ein Stankovic bereit – diesmal mit Vornamen Aleksandar.
