Alcaraz räumt ein: sinner wird die weltrangliste übernehmen
Monte Carlo – Carlos Alcaraz, der spanische Tennisstar, hat bei den diesjährigen Masters-Turnieren in Monte Carlo eine überraschende Ansage gemacht. Nach seinem knappen Sieg gegen Sebastián Báez gestand er offen, den Platz der Nummer eins der Weltrangliste an seinen ewigen Rivalen Jannik Sinner verlieren zu müssen. Ein Eingeständnis, das die Tenniswelt in Bewegung setzt.
Sinner profitiert von sperre und erfolgen
Die Situation ist komplex. Jannik Sinner hat mit seinen Siegen in Indian Wells und Miami einen beeindruckenden Punkte-Vorsprung erarbeitet. Doch der italienische Triumph wird noch durch eine andere Tatsache verstärkt: Sinners Rückkehr nach seiner Dopingsperre im vergangenen Frühjahr bedeutet, dass er nun alle Punkte aus dieser Zeit wieder gutschreiben kann, während Alcaraz Punkte verteidigen muss. Die Mathematik ist unerbittlich.
„Um ehrlich zu sein, werde ich die Nummer eins der Welt verlieren“, sagte Alcaraz nach seiner Partie. „Ich weiß nicht, ob das hier in Monte Carlo passiert oder beim nächsten Turnier, aber es ist unvermeidlich.“ Er betonte die schiere Schwere der Aufgabe, die vor ihm liegt: „Ich muss eine Menge Punkte verteidigen, und es wird wirklich schwer werden, sie alle zu verteidigen. Selbst wenn ich sie verteidige, wird Jannik bei diesen Turnieren Punkte sammeln, und er muss bei diesem Turnier keine Punkte verteidigen.“

Drei szenarien für sinners triumph
Es gibt drei konkrete Szenarien, in denen Sinner bereits hier in Monte Carlo die Spitze der Weltrangliste erklimmen könnte. Ein Turniersieg durch Sinner wäre die direkteste Methode. Doch selbst wenn Sinner das Finale erreicht und Alcaraz nicht, würde es zu einem Führungswechsel kommen. Und sollte Alcaraz vor dem Viertelfinale scheitern, würde Sinner bereits mit dem Erreichen des Halbfinals die Tabellenführung übernehmen.
Doch Alcaraz schaut über die kurzfristigen Ranglistenplatzierungen hinaus. „Also werde ich versuchen, mein Bestes zu geben, und mal sehen, was passiert“, sagte er. „Die Nummer eins in diesem Sport steht momentan nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um ein Gefühl für den Sandplatz. Bei den French Open in Ende Mai steht die Mission Titelverteidigung an, und Monte Carlo ist die erste wichtige Bewährungsprobe.“
Die nächste Herausforderung für Alcaraz ist die dritte Runde, in der er entweder gegen Tomás Martín Etcheverry oder Térence Atmane antreten wird. Ein Duell, das angesichts des Drucks und der Konkurrenz eine spannende Vorschau auf die kommenden Wochen im Tennis bietet.
Denn eines ist klar: Der Kampf um die Weltrangliste hat in Monte Carlo eine neue, dramatische Wendung genommen. Und während Alcaraz sich der unaufhaltsamen Entwicklung ergibt, konzentriert sich Sinner darauf, seine Momentum zu nutzen und seinen Platz an der Spitze zu festigen. Die Entscheidung ist gefallen: Jannik Sinner wird die Tenniswelt beherrschen.
