Alcaraz fällt wimbledon aus: sinner als einziger favorit?
Schocknachricht aus der Tenniswelt: Carlos Alcaraz, der amtierende Wimbledon-Champion, muss auch in diesem Jahr auf ein Turnier verzichten, das ihm so gut liegt. Eine Handgelenksverletzung bremst den jungen Spanier aus, und damit öffnet sich für Jannik Sinner eine gewaltige Chance, den Titel zu ergreifen. Die Nachricht kam am Dienstagnachmittag über Alcaraz’ Instagram-Kanal – ein klares Zeichen dafür, wie ernst die Lage ist.
Ein rückschlag für den tennis-sport
Alcaraz’ Ausfall ist nicht nur für ihn selbst eine Enttäuschung, sondern auch für den Tennissport insgesamt. Seine Duelle mit Jannik Sinner in den letzten Jahren waren absolute Höhepunkte, und die Erwartungen an ein erneutes Aufeinandertreffen in Wimbledon waren enorm. Nun fällt dieses Spektakel aus, zumindest für dieses Jahr.
Die Verletzung selbst geht auf ein Turnier in Barcelona zurück, wo Alcaraz im April gegen Otto Virtanen ausscheiden musste. Zuvor hatte er bereits die Masters-Turniere in Madrid und Rom absagen müssen, was bereits auf eine ernsthafte Problematik hindeutete. Ob die Verletzung chronisch ist oder lediglich eine Folge von Überlastung, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Alcaraz steht vor einer Phase der Rehabilitation und muss seine Kräfte sammeln.

Becker sieht feuer und eis
Auch Tennis-Legende Boris Becker hat auf Alcaraz' Ausfall reagiert. In seiner Analyse beschrieb er Alcaraz und Sinner als „Feuer und Eis“. Eine treffende Beschreibung, wenn man bedenkt, wie unterschiedlich die Spielstile der beiden sind. Sinner, der ruhige und kalkulierbare Nordmann, gegen den explosiven und emotionalen Alcaraz – das war Tennis pur.
Und nun?
Die Rasensaison in Wimbledon wird ohne einen der größten Stars der Gegenwart ausgetragen müssen. Der Fokus liegt nun ganz auf Jannik Sinner, der in Roland Garros bereits seine Dominanz demonstrierte. Ob er auch auf Rasen in der Lage sein wird, diese Form abzurufen und den Titel zu holen, wird die nächste Woche zeigen. Doch eines ist klar: Alcaraz’ Abwesenheit macht Sinner zum strahlendsten Favoriten. Die Frage ist nicht, ob er gewinnt, sondern wie deutlich er gewinnt.
Rafael Nadal, der selbst mit Verletzungen zu kämpfen hatte, äußerte sein Mitgefühl für Alcaraz und betonte, wie sehr er die Turniere in Queen’s und Wimbledon vermissen werde. Ein Zeichen dafür, dass er die Situation des jungen Spaniers nur zu gut kennt.
Die Tenniswelt hält den Atem an und hofft, dass Alcaraz bald wieder auf den Platz zurückkehren kann. Bis dahin wird Jannik Sinner versuchen, die Chance zu nutzen und Wimbledon zu erobern. Denn eines ist gewiss: Im Tennis gibt es kein Erbarmen.
