Alba berlin trennt sich nach nur 13 spielen von martynas echodas
Alba Berlin und Martynas Echodas gehen sofort getrennte Wege. Der litauische Center verlässt die Hauptstadt nach nur 13 Bundesliga-Einsätzen und kehrt zu Rytas Vilnius zurück. Der Klub bestätigte die Trennung am Montag.
Die Zahlen sind hart: 28 Jahre, 2,08 Meter, ein Knie, das nie richtig heilte. Echodas kam erst im Dezember zurück, spielte durchschnittlich 9,4 Minuten pro Partie und sammelte 3,8 Punkte sowie 2,2 Rebounds. In der Champions League stand er sechsmal auf dem Parkett. Dann war Schluss.

Warum der deal jetzt platze
Alba braucht Platz. Der Vertrag war auf ein Jahr angelegt, aber die Verletzung fror die Rotation ein. Headcoach Israel González testet derzeit andere Optionen, mit Johannes Thiemann und Christ Koumadje als Doppelsäulen. Echodas wurde zur Luxusnummer – teuer, aber kaum einsetzbar. Intern hieß es, man wolle „flexibel bleiben für die Play-offs“. Das klingt nach nett gesagtem: Wir können uns keinen kranken Zwölften leisten.
Der Spieler selbst wollte weg. Wer nach zwei Knie-Operationen nur 19 Pflichtspiele macht, fragt sich, ob sich das lohnt. In Vilnius kennt man ihn, liebt ihn, feierte ihn erst 2024 als Meister. Dort läuft er seit 2017 mit Unterbrechung, dort hat er Wohnung, Freunde, Physiotherapeuten, die seine MRIs auswendig kennen. Kurz: dort ist er kein Risiko, sondern ein Zuhause.
Alba spart Gehalt und einen Lizenzplatz. Die BBL-Liste darf nur acht Nicht-EU-Akteure führen; durch den Abgang rückt ein deutscher Jugendspieler näher an den Kader. Sportdirektor Himar Ojeda betonte, man „wünsche Martynas eine schnelle und nachhaltige Genesung“. Das ist Verwaltungssprache für: Wir haben keine Wut, aber wir zahlen auch keinen Cent mehr.
Rytas meldete sich sofort. „Welcome home, Martynas!“ hieß es auf der Website, begleitet von einem Foto, das ihn mit Pokal zeigt. Die Fans kommentierten innerhalb von Minuten: „Endlich wieder echte Größe.“ Die litauische Liga läuft noch bis Mai, die Finalserie könnte Juni dauern. Für Echodas heißt das: direkt Play-off-Luft statt Berliner Winterpause.
Alba muss nun schauen, ob man den freien Slot noch füllt. Die Transferfrist läuft am 28. Februar aus, ein Nachrücker müsste schnell ein Visum bekommen. Oder man vertraut auf den Nachwuchs: 19-jähriger Tim Schneider wartet bereits seit Wochen auf Bundesliga-Minuten. Die Entscheidung fällt diese Woche – und sie wird zeigen, ob der Klub auf Sicherheit oder Zukunft setzt.
