Alba berlin am abgrund: kann kayil das wunder vollbringen?

Die Luft in der Max-Schmeling-Halle ist zum Schneiden dick. Alba Berlin steht im Champions-League-Viertelfinale vor dem Aus. Das Rückspiel gegen Unicaja Malaga ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel, und die Berliner müssen gewinnen, um überhaupt eine Chance auf das Final Four zu haben.

Die adduktoren spielen verrückt: hermannssons ausfall

Das Hinspiel ging bereits knapp mit 69:72 an die Spanier verloren, und nun droht der frühe K.O Besonders bitter: Routinier Martin Hermannsson, der normalerweise eine tragende Säule der Mannschaft ist, plagt sich mit Adduktorenproblemen. Er konnte im letzten Bundesliga-Spiel gegen Oldenburg nur vier Minuten spielen, bevor er verletzungstechnisch ausfiel. Sportdirektor Himar Ojeda betonte, dass man nicht riskieren wolle, die Verletzung zu verschlimmern. „Er spürte etwas und wir entschieden, dass er nicht mehr weiterspielt“, erklärte Ojeda.

Jack kayil im fokus: der junge held muss liefern

Jack kayil im fokus: der junge held muss liefern

Die Hoffnungen ruhen nun auf Jack Kayil, dem jüngsten Alba-Profi unter den Stammkräften. Im Hinspiel zeigte er bereits eindrucksvoll, was in ihm steckt und war mit 19 Punkten bester Berliner Werfer. Wochenlang trug er fast im Alleingang die Berliner Mannschaft voran, doch nun muss er gegen einen erfahrenen Gegner liefern. Die Verantwortung liegt klar auf seinen jungen Schultern.

Malaga mit alter schule: erfahrene point guards stellen alba vor herausforderung

Malaga mit alter schule: erfahrene point guards stellen alba vor herausforderung

Unicaja Malaga reist mit drei abgebrühten Point Guards nach Berlin: Kendrick Perry (33), Justin Cobbs (35) und Kapitän Alberto Diaz (31). Diaz bewies im Hinspiel, dass man sich auf ihn verlassen kann, als er in letzter Sekunde den spielentscheidenden Dreier versenkte. Alba muss sich dieser Erfahrung entgegenstellen und vor allem seine Defensive stabilisieren.

Defensive und transition offense: die schlüssel zum erfolg

Center Norris Agbakoko weiß, woran es liegt: „Wir haben im ersten Spiel zu viele Rebounds abgegeben – das ist die eine Baustelle. Zum anderen müssen wir unsere ‘Fullcourt-Defense‘ konsequenter durchziehen. Malaga hat uns beim letzten Mal zu viele einfache ‘Transition-Punkte’ erlaubt.“ Gerade für den jungen Kayil könnten diese schnellen Gegenangriffe ein Segen sein, da sie ihm die Möglichkeit bieten, sich zu entlasten und leichter zu punkten. Denn ein Alba in der Lage, das Tempo zu bestimmen, ist ein Alba, das gewinnt.

Ojeda fasst es zusammen: „Wir brauchen so eine Jetzt-erst-Recht-Mentalität. Denn das ist ein Do-or-die-Spiel für uns.“ Die Uhr tickt für Alba Berlin. Es ist Zeit, zu zeigen, was in ihnen steckt. Ob es für das Wunder reicht, wird die Max-Schmeling-Halle heute Abend entscheiden.

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