Alavés: nervos bis zum schluss – sánchez flores warnt!

Die Spannung in der Partie Alavés ist mehr als nur ein Gefühl – sie ist Realität. Quique Sánchez Flores musste sich am Freitag nicht lumpen lassen: Die letzten Minuten der Spiele seines Teams sind oft entscheidend, und das ist kein Zufall. Die Babazorros, wie sie liebevoll genannt werden, machen es ihren Fans zur Gewohnheit, bis zur Schlusssirene in Atem zu halten.

Ein team, das am limit lebt

Ein team, das am limit lebt

Die Bilanz ist eindeutig: In den letzten sechs Spielen entschied sich das Ergebnis regelmäßig erst in der Schlussphase. Abgesehen vom Auswärtsspiel in Vigo, wo die Wende zwölf Minuten vor dem Abpfiff vollzogen wurde, gab es in allen anderen Begegnungen Tore in den letzten zehn Minuten. Mal zum Glück, mal zum Leidwesen der Anhänger – aber eines ist klar: Alavés lebt von der Dramatik bis zur letzten Sekunde. Und es deutet nicht darauf hin, dass sich das bald ändern wird.

Besonders in heimischen Mauern von Mendizorroza sorgten die letzten Augenblicke für Nervenkitzel. Boyé avancierte zum Doppelhelden, als er beim 1:1 gegen Osasuna in der Nachspielzeit einen Elfmeter versenkte. Bereits einen Monat zuvor sorgte er für den Ausgleich gegen Girona in der 89. Minute. Der bittere Nachgeschmack kam beim Debüt von Sánchez Flores gegen Villarreal, als Nicolas Pepe in der 97. Minute den Sieg für die Gäste perfekt machte.

Auch auswärts gab es keine ruhigen Momente. In Vigo gelang Abde Rebbach der umjubelte Ausgleichstreffer in der 78. Minute. Doch die Auswärtspartien gegen Levante und Valencia endeten in einem Schock. Gegen Levante gingen die Babazorros durch zwei späte Treffer von Carlos Espi (88. und 97. Minute) noch leer aus. In Valencia war es sogar noch dramatischer: Ein vermeintlicher Sieg rutschte in der Nachspielzeit aus den Händen, als die Mannschaft zwei Gegentore hinnehmen musste.

Sánchez Flores steht vor der Aufgabe, diese Achterbahnfahrt der Emotionen zu zügeln, ohne dabei den Kampfgeist zu verlieren. Ein Team, das so leidenschaftlich bis zum Schluss kämpft, hat zweifellos Potenzial – aber es braucht auch die nötige Kontrolle, um nicht unnötig Punkte zu verschenken. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der Trainer das richtige Händchen hat, um die Balance zu finden.