Alavés kämpft im basauraldarby um die rettung

Die Luft wird dünner in der Segunda División, und Alavés atmet auf nach dem wichtigen Sieg gegen Mallorca. Doch die Schlacht um den Klassenerhalt ist noch lange nicht entschieden. Am kommenden Wochenende empfängt die Mannschaft von Quique Sánchez Flores den Athletic Club im mit Spannung erwarteten Derbi Vasco im Mendizorroza-Stadion – ein Spiel, das mehr als nur drei Punkte wert ist.

Konzentration und intensität sind gefragt

Trainer Sánchez Flores mahntzur Vorsicht und betont die physische Herausforderung, die der Gegner darstellt. „Es wird ein sehr intensives Spiel, weil der Gegner mit großer Energie auftreten wird. Sie gehören zu den besten Mannschaften der Liga in dieser Hinsicht.“ Er warnt davor, sich in der emotional aufgeladenen Atmosphäre eines Derbys zu entspannen. „Derbys haben immer eine besondere emotionale Komponente. Es darf keine Momente der Nachlässigkeit geben, sonst zahlen wir einen Preis.“

Eine positive Nachricht gibt es im Hinblick auf die Verletzung von Facundo Boyé. Zwar handelt es sich um eine „schlechte Nachricht“, aber er könnte überraschenderweise vor Saisonende noch einmal auflaufen. „Wir hatten befürchtet, dass er die gesamte Saison ausfällt, aber es gibt Hoffnung auf eine Rückkehr.“

Athletic in topform – valverde als respektsperson

Athletic in topform – valverde als respektsperson

Sánchez Flores zeigt großen Respekt vor dem Athletic Club, der aktuell eine starke Formphase genießt. „Sie hatten Schwierigkeiten, als sie Liga, Copa del Rey und Champions League gleichzeitig bestreiten mussten. Aber sobald sie regelmäßig spielen können, haben sie ihr Niveau wiedergefunden.“ Besonders hervorzuheben ist die Arbeit von Trainer Ernesto Valverde, den Sánchez Flores als „Freund“ bezeichnet. „Er hat in Bilbao eine außergewöhnliche Arbeit geleistet. Seine Ehrlichkeit und sein einfacher Ansatz haben zu großartigen Leistungen geführt. Er sieht Fußball immer noch auf die gleiche Weise, hat sich aber den Zeiten angepasst. Ich schätze ihn sehr, als Trainer und als Mensch.“

Die Trainer konzentriert sich auf die eigene Leistung und versucht, die Nervosität zu minimieren. „Ich schaue mir die Tabelle nicht an und verfolge die Spiele der Konkurrenz nicht. Ich analysiere viel Fußball, aber ich vermeide es, meine direkten Rivalen zu beobachten, da dies emotional belastend sein kann.“

Diabaté als energiebombe und die defensive im aufwind

Diabaté als energiebombe und die defensive im aufwind

Ein besonderes Lob gilt dem Stürmer Mamady Diabaté. „Er ist ein komplett anderer Spielertyp als Boyé. Ich erwarte von ihm noch mehr, denn er gibt dem Team so viel Energie, Geschwindigkeit, Laufbereitschaft, Pressing und noch vieles mehr. Wir müssen seine Stärken noch besser kennenlernen, um ihn optimal einsetzen zu können.“ Diabaté sorgt für Begeisterung im Mendizorroza-Stadion, wenn er auf dem Platz steht.

Die Defensive von Alavés hat sich ebenfalls verbessert, obwohl noch Luft nach oben ist. „Wir machen Fehler, die im Rahmen unserer Arbeit liegen. Das Team steht defensiv stabiler. Gegen Mallorca haben wir zum ersten Mal seit langer Zeit nur ein Gegentor kassiert. Unser Ziel ist es, gar keine Gegentore mehr zu zulassen.“ Die Mannschaft kreiert viele Torchancen und wird ermutigt, diese auch zu nutzen.

Das Publikum wird eine entscheidende Rolle spielen. „Das Mendizorroza-Stadion wird von großer Bedeutung sein. Die Unterstützung der Fans ist ein außergewöhnlicher Vorteil für uns. Wir haben drei Heimspiele vor uns, drei schöne Gelegenheiten, vor unseren Zuschauern zu spielen.“