Infantino fest: afrika und südamerika sichern machtverbleib

Ein Paukenschlag aus dem Fußballweltverband: Gianni Infantino scheint seinen Posten als FIFA-Präsident auch nach 2027 gefestigt zu haben. Die Zustimmung von Afrika und Südamerika, zwei Kontinente mit enormem Einfluss im globalen Fußball, macht ihn zum klaren Favoriten für die kommende Wahlperiode.

Die stimmenmauer aus afrika

Die stimmenmauer aus afrika

Die CAF, die afrikanische Fußballkonföderation, hat in einer historischen Entscheidung einstimmig ihre Unterstützung für Infantino verkündet. 54 von 54 Stimmen – ein klares Signal an den Rest der Welt. Dieser Rückhalt ist enorm, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die CAF fast ein Viertel der 211 FIFA-Mitgliedsverbände repräsentiert. Es ist ein Machtdemonstration, die Infantinos Position untermauert.

Doch der Weg war nicht immer einfach. Vor wenigen Tagen schon hatte Alejandro Domínguez, der Präsident des südamerikanischen Fußballverbands CONMEBOL, Infantino aufgefordert, sich erneut zu bewerben. Sein Plädoyer, geprägt von Lob für die „große Transformation des Fußballs“ unter Infantinos Führung, zeigt, wie wichtig die südamerikanische Unterstützung für den Schweizer ist. Domínguez betonte, dass die Region eine Fortsetzung dieser Entwicklung wünsche und Infantino dringend bat, erneut zu kandidieren.

Das Timing des CAF-Votums ist alles andere als zufällig. Es fällt nur wenige Wochen vor dem Start der erweiteren Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika, dem ersten Turnier mit 48 teilnehmenden Mannschaften. Diese Ausweitung auf 48 Teams ist eines von Infantinos größten Projekten und steht nun im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit.

Aber es gibt auch Gegenwind. Die jüngsten Debatten über Governance, Menschenrechte und die Organisation der WM 2026, sowie die Kritik des norwegischen Fußballverbands an Infantinos Friedenspreis – der dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump verliehen wurde – zeigen, dass Infantinos Weg nicht ohne Stolpersteine sein wird. Der Friedenspreis, eine Initiative, die international für Verwirrung sorgte, steht nun im Kreuzfeuer der Kritik.

Die Unterstützung aus Afrika und Südamerika mag Infantino im Moment stärken, doch die Bedenken hinsichtlich der Transparenz und der ethischen Standards bleiben bestehen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Zweifel seine Wiederwahl tatsächlich verhindern können. Die FIFA steht vor einer Zerreißprobe – und Infantino muss beweisen, dass er den Herausforderungen gewachsen ist.