Alajbegovic: vom salzburger juwel zum leverkusener leuchtturm?
Der Name Kerim Alajbegovic ist in der Fußballwelt plötzlich allgegenwärtig. Der 18-jährige Offensivspieler kehrt nach nur einem Jahr von Bayer Leverkusen zurück – und das nicht ohne Grund. Seine Leistungen in Salzburg waren schlichtweg herausragend, und nun winkt ihm in der Bundesliga eine größere Bühne. Ein Wechsel, der nicht nur die Werkself, sondern auch die gesamte Liga aufmischen könnte.
Die wm-qualifikation als sprungbrett
Es war ein Sommermärchen bosnischer Prägung, und Kerim Alajbegovic spielte darin die Hauptrolle. In den WM-Playoffs gegen Wales und Italien bewies der junge Mann nicht nur sein Torinstinkt, sondern auch eine außergewöhnliche Reife in entscheidenden Momenten. Das Elfmeterschießen gegen Italien, in dem er selbst zum Torerfolg beitrug, ist ein Bild, das den Fußballfans noch lange in Erinnerung bleiben wird. Dass Bosnien dank seiner Leistung in Nordamerika um einen WM-Ticket kämpfen darf, ist kein Zufall.
Doch der Aufstieg war keinem Zufall geschuldet. Bereits in Salzburg hatte Alajbegovic Eindruck hinterlassen. Seine Dynamik, technische Finesse und das Gespür für Räume machten ihn schnell zu einem wichtigen Bestandteil des Teams. <„Kerim hat eine unglaubliche Entwicklung gemacht“, so Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes am vergangenen Wochenende – und das ist wohl untertrieben.

Ein „schliff ist gelungen“: die leverkusener perspektive
Für Bayer Leverkusen ist die Rückholung Alajbegovics kein Spontankauf, sondern die Realisierung eines langfristigen Plans. Bereits im Sommer 2023 verließ der gebürtige Kölner den Verein für rund zwei Millionen Euro, um in Salzburg Spielpraxis zu sammeln – ein Schachzug, der sich nun auszahlt. „Wir haben bewusst den Weg mit Bayer Leverkusen eingeschlagen“, erklärte sein Vater, Semin Alajbegovic, gegenüber Bild. Die verankerten Klausel im Vertrag ermöglichte die Rückkehr, die intern bereits nach sechs Monaten als wahrscheinlich galt.
Xabi Alonso scheint ebenfalls von dem Talent überzeugt zu sein, nominierte Alajbegovic in der vergangenen Saison mehrfach für den Spieltagskader. Obwohl es zu keinem Pflichtspieleinsatz kam, deutet alles darauf hin, dass der junge Bosnier nun eine wichtige Rolle im Leverkusener Spiel spielen soll. Rolfes betonte die außergewöhnliche Schusstechnik des Spielers, die ihn von vielen anderen Talenten unterscheidet.

Die konkurrenz schaut zu: ein juwel im visier
Die Bundesliga-Konkurrenz muss sich auf einen neuen Star einstellen. Alajbegovic ist nicht nur bei Bayer Leverkusen heiß begehrt, sondern weckt auch das Interesse finanzstarker Vereine aus England, Bayern München und den Topklubs Italiens. Doch Bayer Leverkusen hat die Zügel fest in der Hand. <„Wir haben die Zügel in der Hand“, so Rolfes, der sich dennoch bewusst ist, dass die Konkurrenz nicht schläft.
Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich Alajbegovic in die Leverkusener Mannschaft integriert und wie viel Angst und Schrecken er bei der Bundesliga-Konkurrenz verbreiten wird. Doch eines ist sicher: Mit seiner außergewöhnlichen Entwicklung und seinem Potenzial wird er die Fußballwelt noch lange beschäftigen.
