Alaba fällt aus: madrids abwehrbollwerk bröckelt vor celta-gipfel
David Alaba wird Real
Madrid am Freitag fehlen – und das ist mehr als ein personelles Loch. Die Zerrung, die sich der ÖFB-Kapitän beim 0:1 gegen Getafe zuzog, wirft die Königlichen kurz vor dem Duell bei Celta Vigo aus der Spur. Trainer Arbeloa bestätigte am Donnerstag lapidar: „Er reist nicht mit.“Ein 33-jährer, ein teenager und die lücke neben rüdiger
Die Rechnung ist schnell gemacht: Ohne Alaba droht neben Antonio Rüdiger ein Debütant aus Castilla. Arbeloa nannte keinen Namen, doch die Stimmen im Training lagern sich bereits auf 19-jährige Pau Cubarsí – ein Junge, der erst seit Januar mit der Profigruppe trainiert. Die Innenverteidigung der Madrilenen, sonst Garant für 0,7 Gegentore pro Spiel, verliert mit Alaba nicht nur 1,86 m Luftlinie, sondern auch den Kommandostab.
Die Timing ist perfide. Nach der Pleite gegen Getafe schrumpft der Vorsprung auf Barcelona auf vier Punkte. Verliert Real in Vigo, könnte der Rückstand vor dem Clásico am 26. April auf einen Zähler schrumpfen. Die Meisterschaft rückt in Reichweite der Katalanen – und das, obwohl Barça selbst mit personellen Löchern hadert.

Champions-league-risiko: city wartet bereits am mittwoch
Die nächste Härte folgt unmittelbar: Am Mittwoch empfangen die Blancos Manchester City. Auch hier ist Alaba mehr fraglich als fit. Die medizinische Abteilung will bis Sonntagabend eine Belastungsprobe abwarten, doch intern heißt es: „Wenn er gegen Celta nicht mal reisen darf, wird er gegen City nicht mal joggen.“
Die Entscheidung fällt auf des Messers Schneide. Verzichtet Arbeloa auf Alaba, muss er erneut improvisieren. Einsatzfähig ist auch Eder Militao erst seit zwei Wochen, seine Form ist noch Spiel-zu-Spiel. Die Alternative wäre ein Dreierkette mit Mendy, Rüdiger und Carvajal – ein Systemwechsel mitten in der heißen Phase.
Was bleibt, ist ein Blick auf die Zahlen: Mit Alaba startete Real in 18 Liga-Partien, davon 14 Siege, 3 Remis, 1 Niederlage. Ohne ihn: 6 Spiele, 3 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage – Tordifferenz nur +4 statt +19. Die Statistik lügt nicht, sie sagt: Ohne den Österreicher wird es eng.
Und so steht Madrid vor einem Déjà-vu: Vor drei Jahren verlor die Mannschaft die Meisterschaft, weil Sergio Ramos monatelang fehlte. Jetzt droht Geschichte sich zu wiederholen – nur mit einem anderen Namen auf der Ausfallliste. Arbeloa kann nur hoffen, dass sich die Joker-Generation von Castilla diesmal früher als erwarted als Trumpf entpuppt. Ansonsten bleibt ihm nur ein Satz: „Wir werden improvisieren.“ Die Antwort bekommt er am Freitagabend in Vigo – und am Mittwoch gegen City.
