Ajoie: abriss für einen neuanfang – kann der umbruch die wende bringen?
Die Saison ist längst vorbei, doch in Ajoie beschäftigt man sich noch immer intensiv mit der jüngsten Pleite. Der HC Ajoie war erneut das Schlusslicht der National League, doch es scheint, als ob endlich ein Umdenken stattfindet. Ein umfassender Umbruch steht bevor, der nächste Saison möglicherweise Früchte tragen wird. Wir werfen einen Blick auf die Kaderplanung und die neuen Gesichter.

Ein kader im wandel: junge talente und erfahrene routiniers
Die Bilanz der vergangenen Saison liest sich wie ein Albtraum für die Fans: Die meisten Gegentore, die wenigsten eigenen Treffer und ein deutlicher Abstand zum rettenden Ufer. Sportchef Julien Vauclair steht vor einer Mammutaufgabe, um das Team wieder in die Spur zu bringen. Der Fokus liegt nun klar auf der Verjüngung des Kaders. Ältere Spieler, die in den vergangenen Jahren kaum mehr eine tragende Rolle spielten, wurden freigegeben, um Platz für junge, hungrige Kräfte zu schaffen.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Goalie-Situation. Mit Antoine Keller (2004) und Noah Patenaude (2002) stehen zwei vielversprechende Talente im Kader, denen man nun vermehrt Einsatzzeit zuweisen möchte. Keller konnte in der abgelaufenen Saison bereits mehrfach mit starken Paraden überzeugen und sein Potenzial unter Beweis stellen. Tim Wolf (1992), der Routinier, wird vor allem eine Mentorenrolle übernehmen, dürfte aber auch selbst noch zu Einsätzen kommen.
In der Defensive hat Ajoie mit Julius Honka (1995) und seinem Bruder Anttoni Honka (2000) einen echten Coup gelandet. Beide sind bekannt für ihre offensiven Qualitäten und ihre Treffsicherheit von der blauen Linie. Mit Matthew Kellenberger (1999) und Gaël Christe (2004) hat man zudem zwei defensivstarke Spieler verpflichtet, die dem Team mehr Stabilität verleihen sollen. Christe wurde sogar mit einem langfristigen Vertrag bis 2029 ausgestattet, was zeigt, wie sehr der Verein auf ihn setzt.
Auch im Sturm hat Ajoie Neuzugänge präsentiert. Kristian Tanus (1998), der in Finnland mit 67 Scorerpunkten überzeugte, soll für Offensivglanz sorgen. Ergänzt wird er durch weitere junge Talente wie Livio Christen (2005) und Steffano Bottini (2002), die in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen könnten. Cole Cormier (2002), der bereits erste Erfahrungen in der National League sammeln konnte, sowie die Youngster Noé Tarchini (2006), Titouan Girardin (2005) und Lorin Froidevaux (2005) komplettieren den Kader.
Ein Blick auf die Abgänge: Neben Arno Nussbaumer (D) und Jannik Fischer (D) haben auch Pierre-Edouard Bellemare (F), Niklas Friman (D), Damiano Ciaccio (G), Benjamin Conz (G), Frédérik Gauthier (F), Elvis Schläpfer (F), Reto Schmutz (F) und Thomas Thiry (D) den Verein verlassen. Besonders der Abschied von Jonathan Hazen (F), der seit 2015 zum Kader gehörte, ist bedauerlich, doch seine Leistungen ließen in den letzten Jahren nach.
Die Kaderplanung des HC Ajoie ist abgeschlossen. Ein junger, hungriger Kader steht bereit, um nächste Saison zu zeigen, was in ihm steckt. Ob der Umbruch tatsächlich zum Erfolg führt, wird die Zeit zeigen. Doch eines ist klar: Ajoie wird sich nicht kampflos geschlagen geben und alles daran setzen, um den Klassenerhalt zu sichern. Die Fans dürfen gespannt sein, was die neue Saison bringen wird.
