Ahlen kämpft sich zurück: kann stöppel den abstieg verhindern?

Rot-Weiss Ahlen steht vor einer Mammutaufgabe. Nach einem verkorksten Herbst, in dem die Mannschaft um Punkte kämpfen musste, scheint der Anschluss wiederhergestellt – doch die Hypothek aus den ersten Monaten lastet schwer. Marcel Stöppel, der Trainer, beschreibt die Lage offen: "Sehr aufregend, sehr kräftezehrend."

Die rückkehr des trainers und die hoffnung auf konstanz

Der Wechsel von Marcel Stöppel war ein mutiger Schritt. Nach seinem erfolgreichen Aufstieg mit dem TuS Hiltrup übernahm er das Ruder in Ahlen, mitten in der Saison. "Innerhalb der Saison habe ich bisher noch nie gewechselt – deshalb habe ich mir das gut überlegt," so Stöppel, der sich bewusst ein Risiko eingegangen ist. Die Bilanz seit seiner Übernahme – 17 Punkte aus 13 Spielen – lässt Hoffnung keimen, zeigt aber gleichzeitig, wie tief der Herbstloch war.

Das 2:2 gegen Gievenbeck ist ein Sinnbild für die Entwicklung. Ein Spiel, das Ahlen vor wenigen Wochen wahrscheinlich noch verloren hätte, wurde dank einer kämpferischen Leistung in der Nachspielzeit gerettet. "Vor vier oder fünf Wochen hätten wir so ein Spiel wahrscheinlich noch 0:3 oder 0:4 verloren," sagt Stöppel, und fasst den wichtigsten Fortschritt treffend zusammen: Die Mannschaft gibt nicht mehr auf.

Ein starkes kollektiv und die führungspersönlichkeit heider

Ein starkes kollektiv und die führungspersönlichkeit heider

Ein zentraler Faktor für die positive Entwicklung ist das Zusammenspiel der Mannschaft. Stöppel betont, wie sehr sich die neu zusammengestellte Truppe zusammengeschlossen hat. Der Zusammenhalt ist besonders in der aktuellen Phase wichtig, in der der Druck von außen hoch ist.

Dabei spielt Routinier Marc Heider eine Schlüsselrolle. Der ehemalige Profi von Lotte kam im Winter als spielender Co-Trainer und ist ein absolutes Vorbild für die jüngeren Spieler. "Er ist ein absolutes Vorbild," so Stöppel. Heider gibt nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich die Richtung vor – trotz seines Alters gehört er immer noch zu den laufstärksten Spielern im Team.

Blick nach vorne: erfahrene spieler und entwicklungspotenzial

Blick nach vorne: erfahrene spieler und entwicklungspotenzial

Während der tägliche Kampf um den Klassenerhalt im Vordergrund steht, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Transferphase. Stöppel wünscht sich einen guten Mix aus erfahrenen Spielern und solchen, die den „Meter extra machen“.

Die Liga-Zugehörigkeit ist jedoch entscheidend für die weiteren Planungen. Stöppel wählt eine vorsichtige Tonlage: "Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass wir das schaffen." Die kommenden Spiele werden zeigen, ob sich dieses Gefühl bewahrheitet. Für Rot-Weiss Ahlen steht nun viel auf dem Spiel – der Fokus liegt auf Konstanz und dem unbedingten Willen, den Abstiegskampf gemeinsam zu meistern. Nur so kann die Mannschaft die ersehnte Rettung in der Oberliga erreichen.