Afrikas fußball-stern steigt: überraschungen und europäische wurzeln!
Die Welt staunt: Der Fussball-Kontinent Afrika erlebt bei dieser Weltmeisterschaft eine beispiellose Erfolgsphase. Sechs Mannschaften haben die Gruppenphase überstanden, und das nur eine – Tunesien – schied früh aus. Ein Zeichen dafür, dass etwas im afrikanischen Fussball im Gange ist.
Die überraschungsmannschaften und ihre erfolge
Während die Welt bereits über die Leistung europäischer Top-Teams diskutiert, hat Afrika für einige echte Überraschungen gesorgt. Neben den etablierten Mannschaften wie Marokko, Elfenbeinküste und Ägypten haben auch unerwartete Teams wie Kap Verde für Furore gesorgt. Kap Verde, das sich gerade noch für die Afrikameisterschaft qualifizieren konnte, hat mit einer beeindruckenden Leistung die Welt überrascht und mit drei Unentschieden gegen Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien für Aufsehen gesorgt – ein echtes Märchen!
Die Qualifikation von Südafrika, Marokko, Elfenbeinküste, Ägypten und Kap Verde zeigt die Stärke der afrikanischen Mannschaften. Ghana könnte sich ebenfalls qualifizieren, wenn es heute gegen Kroatien gewinnt. Es deutet darauf hin, dass Afrika eine deutlich größere Rolle bei dieser Weltmeisterschaft spielen wird als in den vergangenen Jahren.
Ein Blick auf die Zahlen spricht eine deutliche Sprache: Von den zehn afrikanischen Teilnehmern sind sechs in der K.O.-Runde, und nur Tunesien schied bereits aus. Im Vergleich dazu haben bereits Türkei und die Tschechische Republik ihre Segel streichen müssen - ein starkes Ergebnis für den Kontinent.

Die europäisierte afrikas
Ein interessanter Aspekt ist die zunehmende europäische Prägung der afrikanischen Nationalmannschaften. Viele Spieler, die in den afrikanischen Teams stehen, wurden in Europa geboren und spielten dort auch in der Jugend. Allein Marokko hat 19 von 26 Spielern, die im europäischen Ausland geboren wurden, und der kongolesische Kader weist 20 Spieler mit europäischer Abstammung auf. Insgesamt sind von den 260 Spielern der zehn afrikanischen Mannschaften 115 im europäischen Ausland geboren – das sind 44 Prozent.
Dieser Trend zeigt, dass afrikanische Länder zunehmend auf die Diaspora setzen, um ihre Mannschaften zu verstärken. Es ist eine Strategie, die sich auszahlt, aber auch Fragen nach der Identität und dem Ursprung des afrikanischen Fussballs aufwirft.
Trainer Bubista von Kap Verde, ein lokaler Coach ohne teuren europäischen Vertrag, führte sein Team zu diesem historischen Erfolg. Das ist ein Beweis dafür, dass auch mit weniger Ressourcen und mehr Lokaldenken große Erfolge möglich sind.
Die bevorstehenden Spiele versprechen weitere Spannung. Kanada gegen Südafrika, Australien gegen Ägypten und Niederlande gegen Marokko sind nur einige der Duelle, die uns erwarten. Das Spiel Niederlande gegen Marokko wird zweifellos eines der spannendsten der K.O.-Runde.
Die bisherige Bilanz des afrikanischen Fussballs bei dieser Weltmeisterschaft ist durchweg positiv. Obwohl es noch zu früh ist, um endgültige Schlüsse zu ziehen, deutet alles darauf hin, dass Afrika seinen Platz in der Weltspitze des Fussballs gefunden hat. Die Prophezeiung von Arrigo Sacchi und Pelé, dass eine afrikanische Mannschaft im 21. Jahrhundert Weltmeister wird, könnte sich bald bewahrheiten.
