Afrika überrascht: neun teams im wm-achtelfinale – mahrez sieht botschaft
Die Fußballwelt staunt – und muss umdenken. Neun afrikanische Teams haben sich für das K.o.-Runde der WM 2026 qualifiziert, ein historischer Erfolg, der die etablierten Kräfte ins Zittern bringt. Riyad Mahrez, Algeriens WM-Star, sieht darin mehr als nur sportlichen Zufall: eine klare Botschaft über die wachsende Qualität des afrikanischen Fußballs.

Schweinsteiger im kreuzfeuer: rassismus-vorwurf nach unglücklicher äußerung
Die beeindruckende Leistung der afrikanischen Teams wirft auch einen Schatten auf frühere Äußerungen von Bastian Schweinsteiger, der den afrikanischen Spielstil als „ein bisschen unorthodox“, „ein bisschen wild“ und „vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt“ bezeichnet hatte. Ivorischer Trainer Emerse Faé sprach von „Rassismus“, was Schweinsteiger entschieden zurückwies und betonte, es habe sich lediglich um eine „Fußballanalyse“ gehandelt. Der Kontroversen hin oder her, die Fakten sprechen für sich: Afrika ist angekommen.
Besonders hervorzuheben ist das sensationelle Abschneiden von Kap Verde, dem kleinsten Land der Turniergeschichte in der K.o.-Phase. Mit gerade einmal 500.000 Einwohnern und einem Unentschieden gegen Spanien hat das Karibik-Team nicht nur die Welt überrascht, sondern sich auch ein Duell mit dem amtierenden Weltmeister Argentinien gesichert. Ein David gegen Goliath-Duell, das Fußballherzen höherschlagen lässt.
Neben Kap Verde vertreten insgesamt neun afrikanische Teams das K.o.-Runde, darunter auch Favoriten wie Marokko, das bei der WM 2022 noch als Viertelfinalist glänzte. Dazu gesellen sich 13 europäische Mannschaften, fünf aus Südamerika, die drei Gastgebernationen sowie Japan und Australien. Zlatan Ibrahimovic, schwedische Ikone, fragte rhetorisch: „Ist dies das Turnier der afrikanischen Teams? Wir werden es herausfinden.“
Trainer Sebastien Desabre, der die Demokratische Republik Kongo in die nächste Runde führte, zeigt sich wenig überrascht: „Ich arbeite jetzt seit 15 Jahren auf dem afrikanischen Kontinent. Ich sehe, dass die Verbände besser organisiert werden, die Trainer sich verbessern und die Spieler besser werden – Afrika macht kontinuierlich Fortschritte.“ Die Aufstockung der WM auf 48 Teams, die Afrika mehr Startplätze ermöglicht, scheint sich sportlich auszuzahlen. Selbst vermeintlich unschlagbare Mannschaften wie Spanien, England, Portugal und Brasilien mussten gegen afrikanische Gegner die Segel streichen.
Marokko träumt indes vom großen Coup. „Wir müssen an dieses Ziel glauben, an dieses Vorhaben“, erklärte Trainer Mohamed Ouahbi mit Nachdruck. Die Leistung der afrikanischen Teams hat nicht nur die Fußballwelt überrascht, sondern auch eine neue Dynamik in das Turnier gebracht. Es ist ein Zeichen des Wandels, ein Beweis für die wachsende Stärke des afrikanischen Fußballs und eine Mahnung an die etablierten Kräfte, die Konkurrenz ernst zu nehmen.
Die Zahlen lügen nicht: Von den 32 Teams im Sechzehntelfinale stammen neun aus Afrika. Ein Ergebnis, das die Qualität des kontinentale Fußballs untermauert und die Frage aufwirft, ob dies der Beginn einer neuen Ära im Weltfußball sein könnte. Denn eines ist klar: Afrika hat sich auf der Weltbühne etabliert und will nicht mehr verschwinden.
