Acosta zornig nach frankreich-gp: 'niemand guckt mich an!
Le Mans – Pedro Acosta, der aufstrebende Star der MotoGP, verließ den Grand Prix von Frankreich nicht in bester Stimmung. Zwar konnte er als Fünfter ein solides Ergebnis verbuchen, doch der junge Spanier brodelte vor sich hin, vor allem aufgrund einer unsportlichen Geste seines Gegners Fabio Di Giannantonio. Der Vorfall überschattete ein ansonsten wettbewerbsfähiges Wochenende für Acosta und sein Red Bull KTM Team.

Die umstrittene geste nach dem überrundungsmanöver
Der entscheidende Moment ereignete sich in der letzten Runde, als Di Giannantonio Acosta auf der Geraden überrundete. Anstatt die Situation einfach zu erledigen, drehte sich der Italiener demonstrativ zu Acosta um und blickte ihm direkt ins Gesicht. Eine Geste, die Acosta als respektlos empfand und ihm sichtlich zu schaffen machte. 'Asozial', kommentierte Acosta die Aktion wenig diplomatisch.
Doch nicht nur die Geste von Di Giannantonio störte Acosta. Er bemängelte auch die anhaltende Degradation seiner Reifen, die ihm im Rennen einschränkte. 'Die Reifen sind einfach zu schnell abgefahren', klagte er. 'Es ist schade, denn wir hatten ein gutes Setup und hätten vielleicht noch mehr erreichen können.'
Aprilia dominiert – Acosta beeindruckt, aber auch frustriert
Während Acosta mit seinen eigenen Problemen kämpfte, zeigte Aprilia eine beeindruckende Leistung und sicherte sich das historische Triplet mit Aleix, Maverick und Miguel Oliveira. Acosta räumte ein, dass er und sein Team noch hinter den Spitzenreitern zurückliegen. 'Wir müssen realistisch sein', sagte er. 'Aprilia hat etwas gefunden, das uns momentan fehlt. Ihr Tempo war schlichtweg beeindruckend.'
Dennoch zeigte Acosta sich zufrieden mit der Gesamtleistung des Wochenendes. 'Es war eines unserer besten Rennen in Le Mans', erklärte er. 'Wir haben Konstanz bewiesen, was uns im letzten Jahr noch fehlte. Das gibt uns Mut für die kommenden Rennen.'
Die KTM-Maschine gab ihm zwar nicht die Möglichkeit, um das Podest zu kämpfen, aber Acosta ist sich sicher, dass das Team auf dem richtigen Weg ist. 'Wir holen das Maximum aus dem Paket heraus, das wir haben. Wir müssen weiterarbeiten und uns verbessern.'
Die Worte Acostas lassen wenig Zweifel daran, dass er die Aktion von Di Giannantonio nicht vergessen wird. Bleibt abzuwarten, ob dies zu Spannungen zwischen den beiden Fahrern in den kommenden Rennen führt. Ein Fakt ist jedoch klar: Pedro Acosta ist hungrig nach Erfolg und wird alles daran setzen, um sich an der Spitze des MotoGP-Feldes zu behaupten.
