Biathlon-star simon: zoll kündigt – karriere am abgrund?
Ein Schock für den französischen Biathlonsport: Julia Simon, mehrfache Weltmeisterin und Olympia-Heldin, steht vor dem Karriereende. Nach der rechtskräftigen Verurteilung wegen Kreditkartenbetrugs hat der französische Zoll ihren Vertrag fristlos gekündigt – ein Rückschlag, der die ohnehin schwierige Situation der Athletin weiter verschärft.

Die details des kreditkarten-skandals
Im Herbst 2025 gestand Simon, mit der Kreditkarte ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet unbefugte Einkäufe in Höhe von bis zu 2.400 Euro getätigt zu haben. Die Taten, die sich zwischen Dezember 2021 und August 2022 ereignet hatten, führten zu einer dreimonatigen Haftstrafe zur Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro. Der französische Skiverband hatte bereits eine sechsmonatige Sperre verhängt, von der fünf Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ein Fehlverhalten, das Simon nun teuer zu stehen kommt.
Ein harter Schlag für die Karriere Die Kündigung des Vertrages mit dem französischen Zoll ist eine direkte Folge des Urteils und bedeutet für Simon eine erhebliche finanzielle Einbuße. Sie war nicht nur als Athletin, sondern auch als Gesicht des Zollvereins tätig – eine Position, die ihr zusätzliche Einnahmen und Prestige verschaffte. Zu den Kollegen, die ebenfalls beim Zoll angestellt sind, gehören Braisaz-Bouchet, Quentin Fillon Maillet und Émilien Jacquelin.
Simon blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Zehn Weltmeistertitel und drei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina de’Ampezzo sprechen für sich. Ihre Leistungen haben sie zu einer der prägenden Figuren des französischen Biathlons gemacht. Doch der Schatten des Kreditkarten-Skandals verdunkelt nun ihre Erfolge.
Die Biathletin hat gegen die Kündigung Einspruch eingelegt. Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt sie vorerst als „Team-Mitglied auf Bewährung“ geführt. Die Frage, ob sie ihre Karriere fortsetzen kann, hängt nun von diesem Verfahren ab. Die Unsicherheit lastet schwer auf der 29-Jährigen und wirft einen langen Schatten auf die Zukunft des französischen Biathlonsports. Die Zahl 2.400 Euro, der Betrag des entstandenen Schadens, mag im Vergleich zu Simons Verdienst gering erscheinen, doch die symbolische Bedeutung ist immens: Sie steht für den Vertrauensbruch und die damit verbundenen Konsequenzen.
