Abschied von einem freund: buffon trauert um manninger

Ein Schock erschütterte die Fußballwelt: Der ehemalige Nationaltorwart Alexander Manninger verlor bei einem tragischen Zugunglück sein Leben. Nun nimmt ein prominenter Weggefährte, die Torwart-Legende Gianluigi Buffon, emotional Abschied.

Vier gemeinsame jahre in turin

Die Nachricht vom Tod Manningers, der am Donnerstag an einem Bahnübergang in Österreich tödlich verunglückt war, traf die Fußballgemeinde hart. Besonders schmerzt der Verlust für Gianluigi Buffon, der Manninger von 2008 bis 2012 bei Juventus Turin kennen und schätzen lernte. Die beiden Torhüter verband eine tiefe Freundschaft, die nun jäh beendet ist.

Buffon teilte auf Instagram einen rührenden Abschiedsbrief, in dem er seine Trauer um Manninger ausdrückte. „Lieber Alex, jedes Wort ist überflüssig. Jede Träne wäre nur eine weitere für den Verlust eines Freundes und eines Menschen, den ich immer bewundert habe“, schrieb der 48-Jährige. Seine Worte zeugen von tiefer Verbundenheit und Respekt für den Verstorbenen.

Ein mann, der sich dem fußball entzog

Ein mann, der sich dem fußball entzog

Doch Buffon würdigte nicht nur Manningers fußballerische Fähigkeiten. Er betonte vor allem die Persönlichkeit des Österreichers: „Du hast dich entschieden, unabhängig von der Vereinnahmung durch die Welt des Fußballs zu bleiben und dein Glück in den einfachen Dingen zu suchen: Ein gesundes Leben in den Wäldern, das Angeln, die Natur, die Familie. Das war dein Lebensmotto.“ Manninger schien stets seine Freiheit zu schätzen und suchte seinen Ausgleich abseits des Rampenlichts.

Es ist ein Bild, das im Kontrast zu dem des professionellen Fußballers steht, dessen Leben oft von Terminen, Reisen und dem Druck der Öffentlichkeit geprägt ist. Manninger wählte einen anderen Weg, einen Weg der Einfachheit und der Nähe zur Natur. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der für den FC Augsburg spielte, fand sein Glück im Angeln und im Zusammensein mit seiner Familie.

Buffon beschrieb Manninger als einen Menschen, der sich von den Zwängen der Fußballwelt distanzierte und mit einem verschmitzten Lächeln zusah, wie andere sich in diesem Strudel verlieren. „Du hattest die Stärke, dich von all dem zu distanzieren und uns mit deinem verschmitzten Lächeln zu betrachten, als wolltest du sagen: ‘Ihr seid alle verrückt, ihr werdet mich niemals bekommen.’“ Ein würdiger Abschied von einem außergewöhnlichen Menschen.

Der Verlust Alexander Manningers hinterlässt eine große Lücke in der Fußballwelt und in den Herzen seiner Freunde und Familie. Sein Lebensmotto, die Einfachheit und die Natur zu schätzen, wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.