Abrashi fliegt vom platz: basel siegt trotz chaos-nachspielzeit

Es war das Ende, das dieses Spiel verdiente. In der Nachspielzeit eskaliert ein Duell tief in der Hälfte des Grasshopper Club Zürich, und mittendrin steht Amir Abrashi – der GC-Captain, der den Schlusspfiff nicht mehr auf dem Rasen erlebt. Rot. Kabine. Wortgefecht.

Koindredi provoziert, abrashi beißt an

Der Ablauf ist so alt wie der Fußball selbst: Koba Koindredi schubst den GC-Spielführer leicht in den Rücken. Eine kleine Geste, kalkuliert oder nicht – das spielt keine Rolle mehr. Abrashi schlägt in Richtung des FCB-Mittelfeldspielers und trifft ihn am Rücken. Schiedsrichter Johannes von Mandach zieht keine Sekunde lang in Zweifel, was er gesehen hat. Rote Karte für Abrashi, Gelbe für Koindredi. Die Provokation hat funktioniert, aber den billigeren Preis zahlt der Provokateur.

Auf dem Weg in die Kabine liefert sich Abrashi noch ein hitziges Wortgefecht mit Stephan Lichtsteiner. Was genau zwischen den beiden fiel, bleibt offen. Sicher ist: Die Atmosphäre war alles andere als herzlich. Dann verschwindet der Rotsünder im Tunnel.

Basel gewinnt – und lichtsteiner schreibt seine erste kleine geschichte

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Das Ergebnis lautet 1:0 für den FC Basel. Kein Spektakel, kein Schützenfest – aber drei Punkte, die zählen. Denn es ist das zweite Pflichtspielsiege in Serie unter Lichtsteiner als Trainer. Zum ersten Mal seit seiner Amtsübernahme gewinnt Basel zweimal hintereinander.

Der vierte Tabellenplatz ist damit ein Stück fester zementiert. Nicht durch Glanz, sondern durch Konsequenz. Manchmal ist das die ehrlichere Form des Fußballs.