75-Millionen-mann woltemade versinkt im newcastle-sumpf – shearer schlägt zurück
Nick Woltemade war im Sommer noch der goldene Riese der Tyne, jetzt sitzt er 90 Minuten auf der Bank, wenn Newcastle gegen Barcelona um die Champions League zittert. 75 Millionen Euro Ablöse, zehn Tore in 44 Pflichtspielen – das ist kein Ausrutscher, das ist ein Albtraum in Zeitlupe.
Die Magpies zahlten Stuttgart die Summe, die der FC Bayern als „idiotisch“ lächelnd ablehnte. Karl-Heinz Rummenigge hatte damals gesagt, man habe „keinen Idioten“ gefunden. Die Ironie: Newcastle fand zwei – sich selbst und einen Spieler, der plötzlich nicht mehr trifft.
Alan shearer rechnet mit „big nick“ ab
Alan Shearer, ewige Tor-Legende und Stimme des Tyneside-Volkes, sprach aus, was jeder dachte: „Bei weitem nicht gut genug.“ Die Worte klangen nicht wie Kritik, sondern wie ein Todesurteil. Shearer schob nach: „Eddie Howe weiß nicht, wo er ihn hinstellen soll.“ Woltemade irrt zwischen Neun, falsche Neun und Zehn – und findet sich am Ende doch nur auf der Bank wieder.
Der letzte Liga-Treffer datiert auf Dezember. Seitdem schießt er nicht mehr, fliegt trotzdem mit der Nationalelf nach Atlanta, Mexiko City und Toronto – zumindest vorerst. Denn Julian Nagelsmann kann sich nicht mehr auf ihn verlassen. Deniz Undav, sein ehemaliger Stuttgarter Kollege, trifft im Rhythmus der Uhr. Die WM rückt näher, der Stammplatz rückt weg.

Newcastle steckt im mittelmaß fest
Die Zahlen sind gnadenlos: Neunter Platz, neun Punkterückstand auf die Champions-League-Ränge. Newcastle startete als Titelaspirant, landet im Niemandsland. Woltemade ist dabei nur das sichtbarste Symptom. Die Defensive leakert, das Mittelfeld stolpert, der Sturm vermisst die Killer-Instinkt. 75 Millionen für einen Bankdrücker – das ist nicht nur ein Transferfehler, das ist ein Makel auf dem neuen saudi-arabischen Etikett.
Und doch: Laut „Telegraph“ plant Newcastle weiter mit ihm. Kein Neuanfang, kein Leihgeschäft, kein Rückkauf nach München. Die Magpies bauen auf Granit – nordenglischen Granit. Ob das reicht, um aus Woltemade wieder einen Torjäger zu schmelzen, steht in den Sternen. Die Saison ist gelaufen, die WM kommt. Woltemade hat 14 Tage, um gegen die Schweiz und Ghana zu beweisen, dass er mehr ist als ein teurer Statist. Sonst bleibt nur der Spitzname – und der klingt bald wie Hohn.
