70-Millionen-transfers verstaubt: nkunku und jashari kämpfen um mailands beweis
Christopher Nkunku und Ardon Jashari kosteten den AC Mailand zusammen 71 Millionen Euro – und standen bisher nur 1.825 Minuten auf dem Platz. Die teuersten Neuen der letzten Saison drohen zum Luxusproblem zu verrosten.
Verletzungen, rost und ein trainer, der sich nicht erklären muss
Jashari brach sich beim Training das Wadenbein, ehe das erste offizielle Spiel überhaupt angepfiffen war. Zwei Monate Pause, anschließend Rückstand in Kraft und Lesitungsfähigkeit. Nkunku kam aus London ohne Vorbereitung, vom FC Chelsea a sortiert, mit Wettkampfrust statt Frische. Max Allegri konnte ihn erst im November einweisen – zu dem Zeitpunkt war die Meisterschaft schon in der entscheidenden Phase.
Die Zahlen wirken wie ein Befund: Nkunku traf sechsmal, die Hälfte per Elfmeter, und bereitete drei Tore vor. Jashari blieb ohne Torbeteiligung, lief lediglich zwölfmal auf. Für 71 Millionen Euro ein mickriger Return, selbst wenn man die Umstände berücksichtigt.

Allegri plant not statt luxus
Mailand spielt mit 20 Feldspielern engsten Kader der Liga. Wer nicht liefern, muss weichen – egal, was er kostet. Bei Leaos Hüftproblemen rückt Nkunku neben Pulisic ins Zentrum, Jashari muss gegen Modric und Rabiot den Platz erobern. Der Coach sieht im Schweizer vorerst nur Joker, im Franzosen nur Notnagel.
Der Club will Jashari behalten: jung, zweikampfstark, mit Potenzial. Nkunkus Zukunft ist offen. Seine Flexibilität – außen wie mitte – gilt als Trumpf, doch Trumpfe sind nur was wert, wenn man sie ausspielt. Bislang fehlt die Einsatzzeit, um die Investition zu rechtfertigen.
Sommermärchen wird Herbsttheater, wenn die Rechnung kommt. 71 Millionen Euro verlangen nach Antworten, nicht nach Ausreden. Mailand muss sie liefern – sonst verstauben die Juwelen im Keller der San Siro.
