48:36-Spektakel in der stadtgartenhalle: saarlouis jagt die panther in die kurve

Saarlouis dreht auf und lässt die Bergischen Panther alt aussehen. Mit 48:36 fegt die HG Saarlouis am Samstagabend den Aufsteiger aus der Halle und baut die Tabellenführung in der 3. Liga weiter aus – bereits das 14. Pflichtspiel in Serie geht an die HGS.

Die Partie ist 120 Sekunden alt, da steht’s schon 2:0 für die Gastgeber. Von da an folgt kein Zweifel mehr, wer den Abend bestimmt. Die Saarländer laufen Tempo, verschieben früh und treffen aus allen Lagen. Sven Eberlein trifft siebenmal, doch das ist nur die Spitze des Eisbergs – insgesamt zwölf HGS-Akteure landen mindestens einmal auf der Anzeigetafel.

Panther kommen heran, aber nur kurz

Zwischen der 10. und 18. Minute bauen die Hausherren die Führung auf 14:8 aus. Die Gäste aus Wuppertal/Solingen schmelzen den Rückstand zwar zwei Mal auf vier Tore herunter, doch jedes Mal antwortet Saarlouis mit einem 3:0-Lauf. 25:19 steht es zur Pause – die Halle tobt, und die Panther wissen: Mehr als ein Abnicken ist heute nicht drin.

Der zweite Durchgang wird zur Demonstration. Linksaußen Luca Krämer erzielt innerhalb von vier Minuten drei Kontertore, Rechtsverteidiger Tim Häfner nagelt den Ball aus neun Metern ins Kreuzeck. Bei 38:28 (48.) ist die Entscheidung endgültig gefallen. Trainer Christian Gaudin wechselt durch, gibt den Jungen Spielminuten – und selbt die Bank trifft.

48 Tore – saarlouis zeigt die zahlen

48 Tore – saarlouis zeigt die zahlen

Die 48 Treffer sind Saisonbestwert, die 36 Gegentore die zweitniedrigste Ausbeute der Panther in dieser Spielzeit. 72 % der HGS-Würfe landen im Tor, 9,2 % der Passwege enden in einem Ballgewinn – beides Spitzenwerte des Spieltags. Die Saarländer laufen mit 34:2 Punkten weiter ungeschlagen der Meisterschaft entgegen, während die Bergischen Panther auf Platz sieben abrutschen.

Am Mittwoch gastiert die HGS in Dortmund, wo der TuS Spenge wartet. Sollte der Lauf dort weitergehen, dürfte die Meisterfeier schon Mitte Mai geplant werden. Die Stadtgartenhalle ist jedenfalls bereit – und die Konkurrenz auch.