33 Teams bewerben sich: aue droht der absturz in die regionalliga

Der Stichtag ist passiert, die Zahlen liegen auf dem Tisch. 33 Mannschaften haben bis Freitagabend um 12 Uhr ihre Zulassungsunterlagen beim NOFV eingereicht – für eine Saison 2026/27, die für manche Klubs den ersehnten Aufstieg bedeuten könnte, für einen aber möglicherweise den bittersten Absturz seit Jahren: Erzgebirge Aue.

Was hinter der nüchternen zahl steckt

Alle 18 aktuellen Regionalligisten haben brav ihre Unterlagen abgeliefert – das war zu erwarten. Dazu kommen drei Drittligisten und zwölf Oberligisten, die sich den Lizenzierungsprozess zumuten wollen oder müssen. Routinearbeit für die meisten. Für Aue aber ist die Einreichung dieser Unterlagen fast schon eine Ironie des Schicksals.

Der Klub aus dem Erzgebirge steckt tief im Abstiegssumpf der 3. Liga. Die Niederlage unter der Woche bei den Münchner Löwen – 1:2 – war schmerzhaft genug. Dass ausgerechnet am Folgetag der 1. FC Saarbrücken gegen Wehen Wiesbaden mit 2:0 gewann, machte die Lage endgültig kritisch. Acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Die Uhr tickt.

Cottbus und rostock: lizenz als formsache, aue als warnsignal

Cottbus und rostock: lizenz als formsache, aue als warnsignal

Für FC Energie Cottbus auf Platz zwei und FC Hansa Rostock auf Platz vier ist die Beantragung der Regionalliga-Lizenz reine Absicherung – kein Mensch rechnet damit, dass diese Klubs tatsächlich in der Nordost landen. Bei Aue sieht das anders aus. Die Lizenzbeantragung wirkt hier weniger wie Vorsicht und mehr wie ein stilles Eingeständnis, dass man das Schlimmste nicht mehr ausschließen kann.

Zwölf oberligisten träumen vom großen sprung

Während die Drittliga-Dramatik die Schlagzeilen dominiert, formiert sich im Unterhaus leise eine interessante Aufstiegsjagd. In der Süd-Staffel führt Tasmania Berlin mit 43 Punkten das Feld an, dicht gefolgt vom SV Lichtenberg 47 mit 37 Zählern. Im Norden liefern sich der SC Freital (43 Punkte) und der DFB-Pokal-Teilnehmer RSV Eintracht Stahnsdorf (41 Punkte) ein echtes Rennen.

Insgesamt zwölf Oberligisten haben den Schritt gewagt und Unterlagen eingereicht – darunter Namen wie VfB Germania Halberstadt, TSG Neustrelitz und VFC Plauen. Nicht alle werden am Ende eine Zulassung erhalten. Die AG Zulassung prüft nun jeden Antrag, verteilt Bedingungen und Auflagen, bevor das Präsidium voraussichtlich am 26. Juni 2026 die endgültigen Entscheidungen trifft.

Bis dahin bleibt Aue das eigentliche Thema dieser Lizenzrunde. Acht Punkte Rückstand, wenige Spieltage, kein Netz mehr unter dem Seil. Die Unterlagen für die Regionalliga liegen bereits beim NOFV.