‘Los gallos’ peilen new york an: kann das team um botín erneut auf das podium segeln?
Mit dem atemberaubenden Panorama von Manhattan im Hintergrund will das spanische SailGP-Team ‘Los Gallos’ diesem Wochenende eine beeindruckende Erfolgsserie fortsetzen. Nach starken Auftritten in Auckland, Sydney, Rio de Janeiro und Bermuda reisen sie nun nach New York, wo sie bereits im Vorjahr einen Sieg errangen – ein Umstand, der sie keineswegs selbstverständlich sehen.
Ein blick zurück auf eine starke saison
‘Los Gallos’ gehören zweifellos zu den formstärksten Teams der SailGP-Flotte. Nur beim Auftaktregattag in Perth, bedingt durch Schäden am Boot während des Trainings, verpassten sie die vorderen Ränge. Seitdem haben sie kontinuierlich aufgeholt und positionieren sich derzeit auf dem dritten Platz der Gesamtwertung mit 34 Punkten – lediglich 11 Zähler hinter den australischen ‘BONDS Flying Roos’ und 10 hinter den Briten.
“Wir hatten nach Perth natürlich keine großen Erwartungen”, so Skipper Diego Botín. “Wir wussten, dass wir als Team in einem guten Moment waren, und die Dinge sind uns gut ergangen. Wir fühlen uns sicher, und wenn wir so weiterarbeiten, können wir eine gute Leistung zeigen.” Doch er warnt: “Aber in der SailGP kann sich alles sehr schnell ändern, und wir müssen auf alles vorbereitet sein.”

Hudson river: ein unberechenbarer kurs
Die Regattastrecke am Hudson River gilt seit jeher als eine der anspruchsvollsten der SailGP-Saison. Enge Wasserstraßen, wechselnde Windverhältnisse und starke Strömungen stellen die Teams vor erhebliche Herausforderungen. Insbesondere die Strömung wird dieses Wochenende eine entscheidende Rolle spielen. Spanien träumt davon, als erstes Team einen zweiten Sieg in New York zu erringen, doch Botín mahnt zur Vorsicht: “Letztes Jahr kam der Wind aus einer Richtung, die wir dieses Wochenende möglicherweise wieder erleben werden. Die starken Strömungen beeinflussen nicht nur unsere Taktik auf der Strecke, sondern auch die Informationen, die uns die Software liefert.”
Ein besonderes Augenmerk gilt der Zusammenarbeit mit Florian Trittel, dem Ala-Trimmer des Teams, der zusammen mit Botín unmittelbar nach ihrem Debüt im französischen La Roche-Posay Racing Team bei der America’s Cup World Series in Auckland im Einsatz steht. Die Erfahrungswerte aus dieser Regatta könnten sich als wertvoll erweisen.
Das neuseeländische Team muss derweil erneut auf einen Start verzichten, da ihr F50 weiterhin im Reparaturprozess steckt. Die Konkurrenz ist also geschmolßen, aber der Druck auf ‘Los Gallos’ steigt. Ob sie ihre Form bestätigen und erneut auf das Podium segeln können, wird sich diesem Wochenende zeigen. Die Fans dürfen spannende Rennen erwarten, denn am Hudson River ist alles möglich.
