Spieltags-krimi in der del: nürnberg jagt den traum-platz, augsburg zittert ums aus
Sechs Punkte Vorsprung, 20 Tore Polster – für die Ice Tigers ist Platz 10 so gut wie gebucht. Doch die Mannschaft von Kapitän Marcus Weber schielt höher, ganz locker will sie sich nicht mit dem letzten Play-off-Ticket zufriedengeben. Denn wenn am Freitag Bremerhaven in der Arena fällt und Wolfsburg gleichzeitig gegen Köln strauchelt, könnte Nürnberg vor dem finalen Spieltag in Frankfurt plötzlich Rang 8 springen.
Wild wings wollen das heimrecht, larkin warnt vor iserlohn
Während die Franken also noch von oben träumen, haben die Schwenninger Wild Wings ganz konkrete Hausaufgaben: Erst Iserlohn, dann Auswärts in Mannheim. Für Verteidiger Thomas Larkin ist klar: „Wir sind in den Play-offs, aber wir wollen das Heimrecht.“ Kein einfaches Programm, denn die Roosters haben sich längst als unbequemer Gegner profiliert. Zudem lauern Wolfsburg und Nürnberg nur einen bzw. vier Punkte dahinter – ein einziger Schlenzer kann Schwenningen auf 10 oder tiefer stürzen.
Die Spannung steigt vor allem wegen des engen Dreikampfs um Rang 8. Die Grizzlys empfangen Köln, reisen dann nach Augsburg. Ein Sieg gegen die Haie würde Wolfsburg fast unangreifbar machen, doch Trainer Andreas Brockmann verbannt jede Selbstzufriedenheit: „Erst die 60 Minuten gegen Köln, dann reden wir weiter.“

Augsburg braucht ein wunder – und die eigene stirn
Die Augsburger Panther müssen gewinnen, müssen zwingend drei Punkte holen, sonst ist die Saison vorbei. Die 1:2-Pleite in Schwenningen schmerzt bis ins Mark. „Wir hätten heute richtig Druck machen können“, sagt Maximilian Renner, doch das Spiel sprach eine andere Sprache. Jetzt heißt es: Ingolstadt schlagen und anschließend Wolfsburg ärgern. Theoretisch möglich, realistisch kaum – die Tordifferenz von minus 20 aufzuholen, ist selbst bei zwei Siegen ein Ding der Unmöglichkeit.
Die Konstellation macht den letzten Spieltag zur Gala: Fünf Partien, alle gleichzeitig am Sonntag um 14 Uhr. Wer zuerst trifft, wer zittern muss, wer jubelt – es bleibt spannend bis zur Schlusssirene. Und Sinan Akdag hält sich schadlos raus: „Hauptsache wir sind dabei.“ Wenn die Ice Tigers am Ende nicht nur dabei sind, sondern Wolfsburg erneut vor der Nase weggeschnappt haben, wäre das ein Leckerbissen für die Fans – und ein Warnschuss an die vermeintlich Großen der Liga.
