Spezia wirft donadoni raus – d'angelo springt in die brennpunktszeit
Roberto Donadoni ist weg. Nach nur 21 Spieltagen und einem enttäuschenden 23-Punkte-Topf schickt Präsident Charlie Stillitano den einstigen Nationaltrainer mit sofortiger Wirkung in die Wüste. Die Niederlage gegen Juve Stabia war der letzte Tropfen – und löst eine Wiederbelebung aus, die niemand auf der Rechnung hatte.

Luca d'angelo kehrt zurück – ein déjà-vu mit gänsehautfaktor
Der 42-Jährige, der im November selbst das Zeitliche segnete, übernimmt erneut das Ruder. Sein Vertrag war eigentlich auf „Coaching-Berater“ umgeschrieben, doch die Notlage zwingt den Klub zu einem kühlen U-Turn. Stillitano flog eigens aus den USA an, um Donadoni die Hand zu schütteln und ihm die berühmte „gemeinsame Lösung“ zu verkaufen. Im offiziellen Statement heißt es von „gegenseitiger Wertschätzung jenseits des Grüns“, doch intern ist man sich einig: Die Trennung war alternativlos.
Sechs Spieltage bleiben, um den Klassenerhalt zu sichern. Der Spezia steht mit 23 Zählern auf Rang 18, nur einen Punkt vor den Play-out-Plätzen. Die Tordifferenz von minus 13 nagt am Selbstvertrauen. Die Fans fragen sich: Reicht ein Trainerwechsel, wenn die Defensive seit Wochen wie ein Sieb wirkt?
Stillitano zumindest glaubt an den Befreiungsschlag. Er erinnert sich an D'Angelos erste Amtszeit, als der Verein noch in Serie A spielte und die Abwehr mit der besten Bilanz der Liga glänzte. Ob diese Erinnerung genug Rückenwind liefert, wird sich am nächsten Samstag in Cremona zeigen. Dort wartet ein Tabellennachbar, der ebenfalls den Atem anhält.
Die Spieler bekamen die Nachricht per WhatsApp-Gruppe. Kapitän Giuseppe Mastinu postete einfach nur ein Emoji: eine Sanduhr. Die Uhr tickt. Für Spezia. Für D'Angelo. Und für einen ganzen Golf von La Spezia, der wieder an die magischen Tage der Aufstiegs-Saison erinnert werden will.
