Spanische handballerinnen setzen auf verbesserung – blick auf eigene leistung!

Die spanische Frauen-Handballnationalmannschaft steht vor zwei wichtigen Spielen gegen Griechenland und Israel, auch wenn die Qualifikation für die EM 2026 bereits sicher ist. Doch Coach Joaquín Rocamora sieht diese Partien nicht als Selbstzweck, sondern als Chance, die Spielkonzepte zu verfestigen, die er sich für die Zukunft der 'Guerreras' wünscht.

Fokus auf die eigene entwicklung

„Wir werden nichts Neues einführen. Wir setzen auf die Arbeit, die wir bereits in der ersten Woche geleistet haben. Die Spielerinnen, die in der ersten Nominierung fehlten, sollen diese Konzepte kennenlernen und wir werden an all den Dingen arbeiten, die wir in den beiden Spielen gegen Österreich verbessern können“, erklärte Rocamora gegenüber EFE. Für ihn, der im März sein Amt antrat, ist es entscheidend, dass das Team seine eigene Leistung kritisch hinterfragt. „Wir sind der Spiegel, in den wir uns betrachten müssen, nicht die Gegner.“

Die Referenzpunkte liegen demnach nicht in der Leistung der griechischen oder israelischen Auswahl, sondern ausschließlich im eigenen Fortschritt. Rocamora betonte, dass es darum geht, „was wir gut gemacht haben und was wir falsch gemacht haben. Nur so können wir feststellen, ob wir uns verbessern.“

Defensive als fundament des erfolgs

Defensive als fundament des erfolgs

Die beiden Spiele gegen Österreich (24:29 in Wien und 34:24 in Algeciras) zeigten bereits vielversprechende Ansätze. Besonders die Entwicklung in der Defensive gefällt Rocamora. „Innerhalb unserer Idee, im Ballbesitz defensiv präsent zu sein, haben sich die Absicherungen der Außen und die Orientierung der zentralen Spielerinnen von Spiel zu Spiel verbessert.“

Carmen Arroyo und Aitana Santomé, zwei neue Gesichter im Kader, sollen nun in diese Prozesse integriert werden. Santomé, die vielseitig einsetzbar ist, soll vor allem in der defensiven Arbeit ihren Beitrag leisten. Arroyo, eine erfahrene Spielerin, die Rocamora aus den Jugendnationalmannschaften kennt, bringt „großes Potenzial“ und „Kopf und Verstand“ mit.

Junge talente im blick

Junge talente im blick

Besonders spannend ist die Nominierung von Belén Rodríguez, einer 19-jährigen Spielerin, die bereits bei der Weltmeisterschaft der Jugend in China als herausragende Kraft brillierte. Rocamora beschreibt sie als „Spielerin total“, die sowohl im Eins-gegen-Eins als auch in Kombination Vorteile generieren kann. „Belén hat die Fähigkeit, in allen drei Positionen der Angriffslinie zu agieren. In dieser Konzentration wollen wir ihr vor allem Einsatzminuten in der Mitte und links geben.“

Mit diesen frischen Kräften und dem unermüdlichen Fokus auf die eigene Leistung will die spanische Nationalmannschaft die Qualifikationsphase für die EM 2026 mit zwei weiteren Siegen abschließen. Die Spiele gegen Griechenland und Israel sind dabei weniger Gegner als vielmehr Spiegelbilder des eigenen Fortschritts – und der Beginn einer neuen Ära für die 'Guerreras'.