Spanierinnen schreiben in genf geschichte: servette gewinnt cup dank serrano-kopfball

Paula Serrano sprang hoch, traf mit Schulter und Schädel – und Servette Chênois hatte den Swiss-Cup. 8.000 Zuschauer im Winterthur Stadion Schützenwiese sahen, wie die Extremadurerin in der 51. Minute den Ball nach einem Freistoß von Daina Bourma über die Linie drückte. 1:0 gegen Young Boys Bern, Pokal Nummer drei in vier Jahren.

Serrano trifft, spanierinnen regieren

Serrano trifft, spanierinnen regieren

Die 29-Jährige feierte ihre achte Saison im Grenats-Trikot mit dem wichtigsten Tor ihrer Karriere. Dabei ist sie nur eine von sieben Ibererinnen, die Servette zur klar spanischen Kolonie in der Schweiz machen. Torhüterin Enith Salón, Weltmeisterin 2023, hält seit Wochen das Tor wie ein Tresor. Asun Martínez lenkt das Mittelfeld, Cristina Librán, Kapitän der U-19-Nationalmannschaft, kam im Winter auf Leihbasis von Juventus und spielt sich gerade in Form für die EM. Hinter der Kulisse lenkt Marta Peiró, frühere Stürmerin, heute sportliche Leiterin, seit 18 Monaten das Projekt. Sie holte Cristian Toro, einst Coach von Sevilla und Valencia, an den Genfersee.

Seitdem ist Niederlage ein Fremdwort. Servette kassierte in der laufenden Liga nur zwei Remis, beendet die Regular Season als erster und ist schon für die Champions-League-Quali gesichert. Die Liga ist noch nicht gewonnen, aber wer sie jetzt noch stoppen will, muss schon Wunder wirken.

Spanien diskutiert über die Stärke der Primera División, während seine Töchter in der Schweiz Titel abräumen. Die Logik des Frauenfußballs: Talent schlägt Liga-Koeffizient. Servette beweist, dass eine klare Philosophie und ein verschworener Kader wichtiger sind als ein Millionen-Budget. Peiró hat das verstanden. Toro auch. Und Serrano? Die trifft einfach, wenn es drauf ankommt.