Spanierinnen lassen die schweiz erbeben – servette fegt die awards weg
Genf ist für eine Nacht spanisches Gebiet gewesen. Beim «Swiss Golden Player Awards» stellte Servette Chênois gleich drei Siegerinnen – alle aus Spanien. Ein klares Statement vor den Play-offs.
Enith salón bekommt den ball nicht mehr rein
4 Gegentore in 22 Ligaspielen – diese Zahl reicht, um eine ganze Saison zu erklären. Torhüterin Enith Salón kehrte nach ihrer Weltmeister-Rückkehr in die Startelf zurück und machte daraus eine persönliche Gala. «Wir haben vor jedem Spiel gedacht: Sie hat heut den Kasten sauber», sagt Trainerin Marta Peiro. Der Award als beste Keeperin war nur die logische Konsequenz.
Direkt neben ihr auf dem Podest stand Paula Serrano. Das Mittelfeld-Urgestein traf in der Cup-Finale-Pause und lieferte damit den entscheidenden Treffer der gesamten Saison. Ihre Spielintelligenz ist längst Kult in Genf – ihre Pässe kommen mit GPS-Genauigkeit an.

Asun martínez jagt die außenbahn in den play-offs
Die Sommer-Neugier Asun Martínez kam vom València CF und brachte Tempo mit, das die Superliga so noch nicht gesehen hatte. 11 Vorlagen, 7 Tore, unzählige Gegenspieler auf dem Rasen verteilt – die Jury kürte sie zur besten linken Flügelspielerin. «Sie rennt nicht, sie fliegt», kommentierte ein schweizer TV-Experte live.
Das Quartett komplettierte Marta Cazalla vom Grasshopper Club Zürich. Ihre Abwehr-Leistung reichte trotz Viertelfinal-Aus, um sich in die Elite-Elf zu spielen. Gemeinsam mit Servette-Kapitänin Daina Bourma bildet sie das Abwehr-Duo der Saison.

Spanische dna dominiert die play-off-favoriten
Die Botschaft ist eindeutig: Wer in der Schweiz den Titel will, muss erst die Spanierinnen stoppen. Servette ging die reguläre Runde ohne Niederlage durch und trifft nun auf Theresse Simonsson, die mit 12 Treffern Torschützenkönigin wurde. Die Schwedin holte sich den «MVP»-Pokal – doch die meisten Gesichter auf den Fotos tragen rot-gelbe Bänder.
Die Champions-League-Tickets liegen bereit. Und die spanische Armee in Genf hat noch eine Rechnung offen: «Wir wollen nicht nur die Awards, wir wollen die Schale», sagt Salón. Die Play-offs beginnen am Wochenende – der Gegner weiß, wohin der Ball fliegt.
