Spanien will die wm 2030 – und kämpft dafür!

Madrid und Barcelona? Oder doch ein anderes Stadion? Die Diskussion um den Austragungsort des WM-Finales 2030 in Spanien brodelte am Dienstag, als Sportministerin Milagros Tolón in einem Interview mit Europa Press ihre Pläne erläuterte – und eine pikante Bemerkung über die Komplexität der Fußballpolitik in ihrem Ministerium fallen ließ.

Die ministerin über fußball und das weibliche element

Die ministerin über fußball und das weibliche element

Tolón gestand, dass die Materie Fußball innerhalb der Regierung zu den größten Herausforderungen gehöre. „In all den komplizierten Fragen, mit denen ich mich in diesem Ministerium auseinandersetzen musste, gibt es eine, die besonders heraussticht: der Fußball. Und das aus einem ganz bestimmten Grund… weil es einfach zu viele Männer gibt“, so die Ministerin. Ein Seitenhieb, der sogleich die wachsende Bedeutung des Frauenfußballs unterstrich: „Zum Glück gewinnt der Frauenfußball immer mehr an Bedeutung.“

Der Fokus der Diskussion liegt jedoch klar auf der Bewerbung Spaniens um die Ausrichtung des WM-Finales 2030. Tolón betonte mehrfach, dass dies das Ziel der Regierung sei. „Die WM-Final in Spanien stattfinden. Das ist das Ziel, und daran arbeitet die Regierung und ich als Ministerin.“ Sie wich einer direkten Frage nach dem Austragungsort aus, wiederholte aber stets: „Es muss in Spanien stattfinden.“

Die Konkurrenz ist groß: Neben Spanien bewerben sich zwei weitere Nationen um die Ehre, den Abschluss des Turniers auszurichten. „Ich arbeite als Ministerin mit meinem Team, mit dem Präsidenten des Consejo Superior de Deportes und allen Arbeitsgruppen daran, dass es in Spanien stattfindet“, erklärte Tolón, die sich sichtlich bemühte, die Verhandlungen im Griff zu behalten und keine Details preiszugeben. Die Spannung steigt, während die Verhandlungen weitergehen.

Ein weiteres kontroverses Thema waren die Buhrufe während der spanischen Hymne bei der Copa del Rey. Tolón äußerte sich entschieden: „Respekt ist unerlässlich. Auch wenn es ein Umfeld der Meinungsfreiheit ist, erscheinen mir die Buhrufe während der Hymne beschämend. Ich verstehe das nicht.“ Ein deutliches Statement gegen unsportliches Verhalten und mangelnden Respekt.

Die Vergabe des WM-Finales 2030 ist ein Zankapfel, an dem sich die Politik kaum vorbeikommen kann. Die Ministerin steht unter Druck, die Interessen Spaniens zu vertreten, während die Fußballwelt gespannt auf die Entscheidung wartet. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Spanien seinen Traum vom WM-Finale zu Hause verwirklichen kann.