Spanien u21 demoliert zypern mit 7:0 – traumstart von gordo wird zum albtraum für gastgeber
Larnaka war keine Fußballstadt, sondern ein Schlachtfeld. Spanien fegte die zypriotische U21 mit 7:0 vom Platz, stellte damit den Rekord der Qualifikation ein und schickt eine Warnung an alle EM-Kandidaten: Wer der „Rojeta“ begegnet, braucht mehr als Hoffnung.
Der zwischenstand nach 180 minuten: 12:0
Die Rechnung ist so schmerzhaft wie eindeutig: Vor einer Woche in Soria schon 5:0, nun weitere sieben Treffer. Die Mannschaft von David Gordo hat die Gruppe I nicht nur dominiert – sie hat sie plattgemacht. Sechs Spiele, sechs Siege, 20:1 Tore. Die einzige Frage, die bleibt: Wer stoppt diesen Zug?
Die Antwort suchte Gordo gar nicht erst in der Kabine, sondern auf dem Rasen. Drei Umstellungen, zwei Debütanten, ein neues Trikot – und trotzdem lief alles wie am Schnürchen. Salvi im Tor, Jon Martín als Abwehrchef, Bernal erstmals in der Startelf, Gonzalo als Kapitän und Anführer. Die Marschroute: früh stören, früher treffen.
Der erste Schock kam nach 50 Sekunden. Gonzalo tanzte zwei Gegner aus, chippte sich selbst – Stylianou rettete mit den Fingerspitzen. Zypern wankte, konnte sich aber noch fangen. Bis zur 22. Minute. Ein Abschlag von Venizelou prallte gegen Mills, der Ball segelte über den keeper hinweg. 1:0, Glückstor, aber kein Zufall.

Elfmetertheater und der beginn der zweiten hälfte
Vor der Pause hätte es 2:0 stehen können. Gonzalo scheiterte zunächst aus kurzer Distanz, dann vom Punkt. Stylianou warf sich nach links, parierte – und hielt seine Mannschaft kurz am Leben. Die Pausenansprache des Coaches war kurz: „Weitermachen.“
Die zweite Hälfte war ein Monolog. Ein Freistoß von Peio Canales touchierte Viktoros, Stylianou klärt, aber Gonzalo staubt ab. 2:0. Gordo wechselt, bringt Fer López und Dani Requena – und plötzlich wirds ungemütlich. López trifft innenpfosten, Valle legt quer, Gonzalo macht den Hattrick-Kandidaten zum Doppelpack. 4:0. Die U21 spielt jetzt nach Lust und Laune.
Adrián Niño, Álex Jiménez und Obrador kommen, die Uhr wird zum Statisten. Mayenda jagt eine Ecke unter die Latte, Adrián Niño verwandelt per Volley – 6:0. Joel Roca, bis dahin der einzige Stürmer ohne Treffer, komplettiert in der Nachspielzeit das Fußball-Massaker. 7:0. Abpfiff. Applaus der eigenen Fans, Pfiffe der Gastgeber.

Die bilanz: rekord, rang und respekt
Spanien führt die Gruppe mit 18 Punkten souverän an, hat erst ein Gegentor kassiert und 20 geschossen – mehr als jeder andere Verband. David Gordo kann rotieren, experimentieren, ausruhen. Die Konkurrenten müssen sich fragen, ob sie überhaupt noch ein Mittel finden. Die Antwort dürfte Nein lauten. Die „Rojeta“ ist nicht nur qualifiziert – sie ist bereit für das große Finale. Und der Rest? Der kann nur zuschauen.
