Spanien u19 erwischt hammer-gruppe mit deutschland und gastgeber wales
Die Losfee hat sich verschworen: Spaniens U19-Talente müssen im EM-Endspiel vom 28. Juni bis 11. Juli in Wales durchs Feuer, um ihre Titelverteidigung überhaupt in Gang zu setzen. Gruppe A lautet die Kampfarena, Deutschland, Dänemark und Gastgeber Wales die Gegner – ein Trio, das keine Atempause erlaubt.

Der zeitplan ist gnadenlos
Schon das Eröffnungsspiel am 28. Juni in Wrexham droht zum K.o.-Duell zu werden. Wales feiert sein erstes U19-Turnier, die Tribünen werden kochen, und die jungen „Dragons“ haben nichts zu verlieren. Dänemark reist mit dem Selbstvertrauen einer Golden-Generation an, die in den vergangenen zwei Jahren jeden Skandinavier-Klassiker dominierte. Und dann ist da noch Deutschland – der Gegner, den jeder Trainer zuerst auf dem Zettel hatte. Die DFB-Auswahl lieferte sich mit Spanien erst im März ein 2:2, das bis zur letzten Minute auf Messers Schneide stand.
Die Rechnung ist simpel: zwei Halbfinale-Tickets, drei Kontrahenten, kein Spielzug verschenkt. Wer nach dem dritten Spieltag nicht mindestens vier Punkte auf der Habenseite hat, kann den Koffer wieder zu machen. Das wissen auch David Gordo und sein Stab, die seit dem Triumph in Nordirland 2024 an der DNA ihres Kollektivs feilten. Ihre Devise: Ballbesitz ist Schutzschild, aber nur, wenn er mit Tempo nach vorne gepaart wird.
Die Zahlen sprechen Bände: Spanien kassierte in der Qualifikation nur ein Gegentor, schoss dafür dreizehn. Doch Zahlen verblassen, sobald in Colliers Park der erste Pfiff ertönt. Wales kennt jeden Hügel, jeden Windstoß. Die Deutschen bringen ihre berüchtigte Turniermentalität mit. Die Dänen haben in Emil Højlund einen Stürmer, der schon gegen Spanien einen Dreierpack schnürte.
Die Insel bietet die Bühne, das Los lieferte das Drama. Jetzt liegt es an den jungen Iberern, zu beweisen, dass der Titel im letzten Sommer kein Zufall war. Die Gruppe ist so unverschämt stark, dass schon die Vorrunde den Charakter einer späten K.o.-Runde hat. Wer hier durchkommt, trägt sich automatisch in die Favoritenliste für das Endspiel in Newport ein.
Die Uhr tickt. In zwei Wochen beginnt die Jagd. Spanien hat den Ruf, den Ball tanzen zu lassen – in Wales wird er erst mal zischen.
