Spanien stolpert gegen irak: wm-vorbereitung deutet auf baustellen hin

La Coruña – Spanien, frischgebackener Europameister, musste am Donnerstagabend in La Coruña eine überraschende Pleite gegen den Irak hinnehmen. Ein 1:1 Remis gegen den vermeintlichen Außenseiter wirft Fragen auf vor dem Start der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika. Die Leistung der „Rojos“ ließ zu wünschen übrig und deutet auf deutliches Verbesserungspotenzial hin.

Fehlende weltklasse-offensive

Trainer Luis de la Fuente hatte auf eine Rotation gesetzt, doch die elf Wechsel in der zweiten Halbzeit führten zu einem chaotischen Spielverlauf. Die Abwesenheit von Starspieler Lamine Yamal, der sich kurzfristig verletzte, machte sich deutlich bemerkbar. Auch andere Leistungsträger wie Pedri und Rodri fehlten, was die Kreativität im Mittelfeld und die Durchschlagskraft im Angriff beeinträchtigte. Ferran Torres brachte die Gastgeber in der 16. Minute in Führung, doch der gebürtige Hannoveraner Merchas Doski glich nur wenige Minuten später aus. Ein Fehler von Torwart Joan Garcia trug zu diesem Ausgleich bei.

Alejandro Grimaldo zeigte eine solide Leistung von Beginn an, doch die Offensive wirkte insgesamt zu blass. Ein Lattenschuss von Torres kurz vor der Pause verdeutlichte die fehlende Präzision. Die zweite Halbzeit verlief ebenfalls ereignislos, Spanien fand keine Mittel, das Spiel zu drehen. Die Tatsache, dass ein Team, das nominell zu den Top-Favoriten der WM zählt, gegen den Irak so stark zu kämpfen hatte, ist alarmierend. Es zeigt, dass die Vorbereitung auf das Turnier noch nicht abgeschlossen ist.

Letzter test vor dem wm-auftakt

Letzter test vor dem wm-auftakt

Am Dienstag trifft Spanien in Puebla/Mexiko auf Peru. Dort muss die Mannschaft zeigen, dass sie aus den Fehlern gegen den Irak gelernt hat. Der WM-Auftakt gegen Kap Verde am 15. Juni in Atlanta steht bereits vor der Tür, und Spanien muss sich bis dahin deutlich steigern, wenn man seine Ambitionen auf ein erfolgreiches Turnier erfüllen will. Die Gruppe H mit Saudi-Arabien und Uruguay verspricht eine spannende Aufgabe. Der Irak hingegen hat seine eigene Überraschung vollzogen und darf nun mit Stolz auf seine zweite WM-Teilnahme seit 1986 blicken.

Die Auslosung der Gruppe I mit Frankreich, Senegal und Norwegen macht deutlich: Für den Irak wird es ein hartes Stück Arbeit.