Spanien: spionage-gadgets bei führerscheinprüfungen aufgedeckt!
Ein Skandal erschüttert Spanien: An Bewerbern für den Führerschein wurden ausgefeilte Spionagegeräte entdeckt. Gafeln mit versteckten Kameras und unsichtbare Kopfhörer ermöglichten den Austausch von Prüfungsfragen – bis die Guardia Civil handelte.
Die neue masche: smartglasses als schummelhilfe
Lange Zeit versuchten Fahrschüler, durch abgehörte Audio-Übertragungen die Antworten auf die Prüfungsfragen zu erhalten. Doch nun hat sich eine neue, technologisch anspruchsvollere Methode eingeschlichen. Im Fokus der Guardia Civil stehen sogenannte Smartglasses – Brillen, die unauffällig Kameras und Mikrofone integrieren. Diese Geräte zeichnen die Prüfungsfragen auf und übertragen sie in Echtzeit an eine dritte Person, die die Antworten ermittelt und dem Prüfling per Audio weiterleitet. Die Kameras sind dabei so geschickt im Brückenstück der Fassung verborgen, dass sie kaum zu entdecken sind.
Die Geräte sind eine Weiterentwicklung der üblichen Schummelversuche und stellen die Behörden vor eine neue Herausforderung.

Harte strafen für schummler
Die Dirección General de Tráfico (DGT) hat die Bekämpfung von Schummelversuchen bei Führerscheinprüfungen zur Priorität erklärt. Die Strafen wurden in der letzten Reform des Straßenverkehrsgesetzes deutlich verschärft. Wer beim Schummeln erwischt wird, muss mit einer Empörungsgeld von 500 Euro rechnen und darf in den folgenden sechs Monaten keine neuen Prüfungen ablegen. Und natürlich: die Prüfung wird nicht bestanden.
Die Guardia Civil hat in ihren sozialen Medien auf den Fall aufmerksam gemacht und warnt vor dem Einsatz solcher Hilfsmittel. Die Entwicklung zeigt, wie weit die Schwindelei mittlerweile geht, aber auch, dass die Kontrollen immer effektiver werden. Denn am Ende zwingt keine Spionagebrille oder unsichtbarer Kopfhörer dazu, das Wichtigste zu lernen: die Verkehrsregeln und das sichere Fahren.
Die Benemérita kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen bei den Prüfungen weiter zu verstärken und die Beamten im Umgang mit solchen Technologien zu schulen. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Tricks die Schummler aus dem Ärmel schlagen werden – aber eines ist sicher: Die Guardia Civil wird wachsam bleiben.
