Spanien schnappt sich ticket für die elite: 7er-rugby-team fegt in são paulo alle beiseite

Die spanische Rugby-7er-Frauen haben in São Paulo den Sprung in die Weltspitze perfekt gemacht. Mit einem furiosen 22:7 gegen Argentinien sicherten sich die Leones Rang zwei in der Gesamtwertung – und damit das Ticket für die Finals der World Series gegen Neuseeland, Australien und Co.

Die stunde der gortázar

Denisse Gortázar war es, die das brasilianische Publikum verstummen ließ. Zwei Tries in der Schlussphase gegen die Yaguaretés, dazu ein unbändiger Willen, jeden Zweikampf zu gewinnen. „Wir haben uns geschworen, hier nicht als Touristen aufzutreten“, sagte die Flügelspielerin nach dem Spiel, dem Schweiß noch im Gesicht. Die Zahlen sprechen für sich: 16 Punkte aus São Paulo, 50 insgesamt – nur Argentinien liegt mit 54 vorne.

Doch der Weg war kein Spaziergang. Gegen Südafrika lagen die Spanierinnen bis zur letzten Aktion vorne, ehe Simamkele Namba den Ehrentry erzielte. Die Defensive stand wie eine Mauer, Maria Calvo, María García und Abril Camacho erledigten den Rest. Erst Kenia schockte die Europäerinnen mit einem 24:17, ehe Brasilien im eigenen Land auf 38:7 davonzog. Thalia Costa? Zu schnell für jedes Tackling, zu clever für jede Deckung.

Jetzt kommt die beste der besten

Jetzt kommt die beste der besten

Ab nächsten Monat geht’s gegen die unangefochtene Weltelite. Neuseeland, die Black Ferns, gelten als Phänomen, doch Trainer José Antonio Barrio schwört seine Mannschaft auf eine simple Devise ein: „Kein Respekt, nur Rugby.“ Die Finalturniere werden in Singapur, Vancouver und Toulouse ausgetragen – drei Wochenenden, in denen sich zeigt, ob der Aufstieg Dauercharakter hat oder nur ein Hype war.

Die Leones haben bereits bewiesen, dass sie nicht nur schnell sind, sondern auch zäh. Nach der blutigen Rangelei mit China (Zhang Rui sah Gelb nach einem Haare-Ziehen an Gortázar) schalteten die Spanierinnen einen Gang höher. Die 26:7-Demontage war ein Statement – an alle, die sie noch als Außenseiterinnen abtun.

50 Punkte, Platz zwei, Weltklasse-Ticket gelöst. Der Rest ist Geschichte – und die beginnt jetzt.